Agaplesion Bethesda

Mit Unicef zum „babyfreundlichen Krankenhaus“

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Dr. Martin Neuß, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Bethesda Krankenhaus.

Dr. Martin Neuß, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Bethesda Krankenhaus.

Foto: gabriele heine / Bethesda Krankenhaus

Um die Geburtenrate in der Klinik von 700 auf rund 750 pro Jahr zu steigern, läuft aktuell ein Zertifizierungsverfahren im Haus.

Hamburg. So richtig anknüpfen an alte Erfolge als traditionelle Geburtsklinik der Bergedorfer kann das Agaplesion Bethesda Krankenhaus derzeit nicht. Seit vielen Jahren schon steht die Zahl der Säuglinge, die hier das Licht der Welt erblicken, bei 700. Dabei wäre statistisch die doppelte Anzahl möglich, ist die Gruppe der unter 18-Jährigen im Bezirk Bergedorf doch gut 24.000 Menschen stark.

Exakt 701 Babys waren es 2021, wie die Sozialbehörde am Freitag in ihrer hamburgweiten Geburten­statistik mitteilte. Die elf Hamburger Kliniken mit Geburtshilfe-Abteilung verzeichnen demnach sogar ein Baby-Plus von 3,7 Prozent.

Bethesda ist in direkter Konkurrenz mit den Häusern in Reinbek und Geesthacht

Trotzdem ist Dr. Martin Neuß zufrieden: „Wir behaupten uns in einem schwierigen Umfeld“, sagt der Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe im Bethesda. „Einerseits befinden wir uns in direkter Konkurrenz mit dem St. Adolf-Stift in Reinbek und Geesthachts Johanniter-Krankenhaus. Andererseits haben wir gegenüber Hamburgs Kinderkliniken den Nachteil, dass bei uns nicht rund um die Uhr Kinderärzte im Haus sind.“

Das lasse einige Eltern innerhalb der Metropole wechseln. Dabei sei auch im Bethesda bei Bedarf binnen 30 Minuten ein Kinderarzt im Haus Und es gebe eine enge Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Rahlstedt.

Tatsächlich ist Bergedorfs Klinik für alle Geburten ab 36. Schwangerschaftswoche und einem Säuglingsgewicht von mehr als 2500 Gramm bestens ausgestattet: Das Team um Dr. Neuß zählt neun Ärzte und hat auch beim Pflegepersonal keine Vakanzen. Rund um die Uhr sind immer zwei Hebammen im Einsatz.

Ziel sind 750 Geburten pro Jahr

„Mein persönliches Ziel für die nächste Zeit sind 750 Geburten pro Jahr“, sagt der Chefarzt. Um das zu erreichen, läuft gerade auch ein Zertifizierungsverfahren als „Babyfreundliches Krankenhaus“ nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef. Dabei werden unter anderen die Familienbindung und die Ernährung des Säuglings in den Mittelpunkt gestellt, mit besonderem Fokus auf das Stillen.

Details dazu und zum gesamten Angebot des Bethesda für werdende Eltern gibt es an jedem zweiten und letzten Donnerstag im Monat ab 17.30 Uhr bei den Info-Abenden. Wer einen dieser derzeit nur online angebotenen Termine wahrnehmen will, meldet sich per E-Mail im Sekretariat bei Kerstin Timmann unter ktimmann@bkb.infi an.

( upb )

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