Weihnachtsmarkt

Großer Andrang beim Wichtelmarkt in Bergedorf

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Jan Schubert
Der Weihnachtsmarkt auf der Schlosswiese in Bergedorf ist eröffnet. Hier gilt 2G: Am Eingang werden die Nachweise kontrolliert.

Der Weihnachtsmarkt auf der Schlosswiese in Bergedorf ist eröffnet. Hier gilt 2G: Am Eingang werden die Nachweise kontrolliert.

Es darf wieder gefeiert werden – unter Corona-Bedingungen. In einem bestimmten Bereich gilt 2G. Was sonst noch zu beachten ist.

Hamburg. Einige können ihre Neugierde kaum mehr zügeln: Schon am Tag vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Bergedorf stapften Spaziergänger am Sonntag über den Holzhackspäne-Belag auf der Schlosswiese herum, schauten nach, welche Bude denn wo platziert wurde. Denn am Montag, 22. November, ist es nun wirklich soweit: Der Weihnachtsmarkt im Herzen Bergedorfs beginnt – unter Corona- Bedingungen.

Für die Gastronomie und vor der Kirche gilt 2G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt in Bergedorf

Organisatorin Jule Duda (Hamburg Events) und ihre Crew mussten noch mal gemäß der aktuellen Fassung der Eindämmungsverordnung nachsteuern. Das gilt insbesondere für das Treiben vor St. Petri und Pauli: „Für die Gastronomie vor der Kirche gilt die 2G-Regelung, auch dort wird es eine Zugangskontrolle geben“, sagt Jule Duda.

Allerdings bleibe der Durchlauf von Passanten auf der Alten Holstenstraße erlaubt, und auch das Stöbern an den weiteren Handelsständen für Schmuck, Felle, Kleinsthandwerk und weiteres sei für Ungeimpfte unter den geltenden Hygieneauflagen möglich.

Weihnachtsmarkt in Bergedorf: Ein Torbogen ist einziger Ein- und Ausgang

Auf der Schlosswiese gilt 2G. Erstmals wurde auf der Grenze zur Wiese eine Art Torbogen mit der Inschrift „Bergedorfer Wichtelmarkt“ errichtet – einziger Zu- und Ausgang. Genau dort wird der Ordnungsdienst Impf- oder Genesennachweise sowie Personalausweise kontrollieren.

Je nach Andrang und Tageszeit werden es mal weniger und mal mehr Sicherheitsmitarbeiter sein. „Auch für uns ist die Organisation des Weihnachtsmarktes unter diesen Bedingungen eine Premiere“, sagt Jule Duda. Eine Prognose zu Wartezeiten für Besucher möchte sie nicht abgeben.

Auf dem Markt dürfen sich Besucher ohne Maske und Abstand bewegen

Wer durch den Torbogen kommt, darf sich frei, ohne Maske und auch ohne Abstand, mit Bratwurst und Glühwein bewegen und zum Beispiel am heutigen Auftaktmontag um 17 Uhr die offizielle Eröffnung mit Bezirksamtschefin Cornelia Schmidt-Hoffmann und weihnachtlichen Musikklängen von Dennis Durant („Swing your soul“) miterleben.

Ein Nachmittag, der vortrefflich auf das Event einstimmt: „Wir freuen uns auf einen wirklichen Weihnachtsmarkt. Vor allem die Wochenenden werden besonders – mit jeder Menge Live-Musik und Angeboten für Kinder wie Kekse backen und anderem“, sagt Duda. Im vergangenen Jahr musste der Markt ausfallen.

Die Glühweinpreise sind seit 2019 stabil

Bis zum 30. Dezember – vorausgesetzt die Infektionslage lässt es zu – wird der Wichtelmarkt täglich von 11 bis 21 Uhr, die gastronomischen Stände von Donnerstag bis Sonnabend sogar bis 22 Uhr geöffnet sein.

Und eine weitere gute Nachricht: „Unser Glühweinpreis ist seit 2019 stabil geblieben“, verkündet Jule Duda, „0,2 Liter kosten drei Euro.“ Und sonst so? Die Portion Fish&Chips zum Beispiel geht für acht Euro über den Tresen, das Stück Flammkuchen für fünf Euro.

Organisatoren haben die Hospitalisierungsrate im Blick

Für Wichtel-Chefin Duda sind jedoch diese drei Zahlen am wichtigsten: 3, 6, 9 – also die Kennziffern der Hospitalisierungsrate, die je nach Überschreiten zu weiteren Corona-Restriktionen führen könnten – bis zur Schließung von Weihnachtsmärkten wie zuletzt in Bayern geschehen.

Jule Duda zeigt sich aber zuversichtlich: „Wir sind in Hamburg ja noch deutlich unter dem Wert von 3, insofern rechne ich nicht einer Schließung mittendrin.“

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