Bergedorf

Corona-Wirrwarr vor dem Theaterbesuch im Haus im Park

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Christina Rückert
Die Band „Albers Ahoi“ spielt am Sonntag im Haus im Park – nun doch unter 3G-Bedingungen.

Die Band „Albers Ahoi“ spielt am Sonntag im Haus im Park – nun doch unter 3G-Bedingungen.

Foto: Fritz Jaenecke / Fritz Jaenicke

Zu „Albers Ahoi“ am Sonntag wollte das Altonaer Theater mit 2G-Bedingungen starten. Doch daraus wird zunächst nichts.

Hamburg.  Wenn sich am Sonntag, 14. November, am Gräpelweg 8 in Bergedorf der Vorhang für die musikalische Revue „Albers Ahoi“ hebt, dann sollte dies eigentlich eine Premiere sein – und zwar die Premiere für 2G-Zutritt (nur Geimpfte oder Genesene) im Theater Haus im Park. Doch was das Altonaer Theater jüngst für all seine Spielorte (neben Altona die Hamburger Kammerspiele, das Harburger Theater sowie Bergedorf) ab 14. November ankündigte, wird in Bergedorf nichts. Es bleibt vorerst bei 3G, es haben also auch aktuell Getestete Zutritt.

Grund ist die räumliche Situation. „An allen Standorten sind wir allein und spielen in einem Theater“, sagt Altonas Gastspielmanager Peter Offergeld. Doch in Bergedorf fügt sich das Theater in den Betrieb vom Haus im Park mit seinen Kursen ein. Es befinden sich also weitere Besucher im Haus. „Das hätten wir zwar räumlich noch trennen können“, so Offergeld. Doch die Toiletten lassen sich nicht teilen; dort hätte es eine Schnittmenge zwischen Kursus- und Theaterbesuchern gegeben. Zumindest bei den Nachmittagsvorstellungen, wenn noch Café- und Kursusbetrieb ist, hätte es also keine 2G-Garantie geben können.

Bergedorf: Genehmigung des neuen Konzepts dauert bestimmt zwei Wochen

Nun muss eine neue Lösung für Bergedorf her. Die sieht vor, dass für die Nachmittagsvorstellungen weiterhin 3G gelten soll und am Abend dann 2G. „Aber das erfordert nun ein neues Konzept, das wir beim Senat einreichen müssen“, sagt Peter Offergeld. „Und bis das genehmigt wird, vergehen bestimmt zwei Wochen.“

Ursprünglich hatte das Theater vor der Saisoneröffnung angekündigt, mindestens bis zur Spielzeithälfte im Januar alle Vorstellungen in 3G anzubieten. Dass es nun doch weitgehend 2G geben soll, basiert auf Erfahrungswerten. „Wir haben nahezu nur Geimpfte im Publikum“, sagt Gastspielmanager Offergeld. Getestete seien kaum bis gar nicht darunter. Wer dennoch Karten erworben hat, die er nun nicht nutzen kann, soll sein Geld zurückerhalten oder, wenn möglich, auf eine Nachmittagsvorstellung verwiesen werden, heißt es.

Bei 2G dürfen Masken im Saal abgenommen werden

Ob 2G oder 3G: Es soll aber auch weiterhin dabei bleiben, dass das Haus nur halb besetzt wird. Damit reagieren die Organisatoren auf Zuschauerwünsche: Volle Reihen seien noch nicht gewünscht, haben sie festgestellt. Jedoch können bei 2G im Saal die Masken abgenommen werden.

Die nächsten Theatertermine stehen am Wochenende an: Am Sonnabend, 13. November, ist die Schauspielerin Marion Kracht am Gräpelweg zu Gast. Am Sonntag, 14. November, will dann die Band „Albers Ahoi“ maritime Lieder, Gassenhauer und Chansons zum Besten geben (18 Uhr). Karten für 16 bis 32 Euro gibt es beim bz-Ticketshop im CCB oder unter Telefon 040/72 57 02 65 (dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr).

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