Ernst-Henning-Schule

Gemütliche Rückzugsorte für den Ganztag

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„Hier könnte es noch viel gemütlicher werden“, meint Thorvald Brandt, der seit zwei Jahren die Ernst-Henning-Schule leitet.

„Hier könnte es noch viel gemütlicher werden“, meint Thorvald Brandt, der seit zwei Jahren die Ernst-Henning-Schule leitet.

Foto: strickstrock / BGZ

Sofas und Kissen gibt es schon, um die Räume für die Ganztagskinder angenehmer zu machen. Jetzt sollen sie noch liebenswerter werden.

Hamburg. Überall ist es eng und knubbelig in Bergedorfs Schulen – bloß an der Ernst-Henning-Schule gibt es ein „Luxusproblem“, wie Schulleiter Thorvald Brandt gesteht: „Wir haben insgesamt 20 gut 40 Quadratmeter große Klassenräume, also in allen Fluren vier. Aber dazu gibt es jeweils noch Platz in zwei kleinen Räumen. Den wollen wir jetzt so gestalten, dass sich die Schüler, die von 8 bis 18 Uhr im Ganztag bleiben, wohler fühlen und nicht nur auf Arbeitstische gucken.“ Auch für die Inklusionskinder und Differenzierungsangebote soll es nun ein neues Raumkonzept geben, das mit Architekten von Schulbau Hamburg entworfen wird – unter Beachtung des Denkmalschutzes, der eine Nutzung der großen Flure als „Lernlandschaften“ leider nicht erlaube.

200.000 Euro für neue Ideen und Rückzugsorte

Mit der Hamburger Initiative „Guter Ganztag“ konnten bereits 1350 Euro pro Klasse eingeworben werden, um rote Sofas, Spielzeug und Ruhekissen zu kaufen. Im nächsten Frühjahr könne es „noch lebens- und liebenswerter“ werden, so Brandt, der seit zwei Jahren die Grundschule leitet: Aus der Schulbehörde und einem Konjunktur­paket aus Bundesmitteln erwartet er knapp 200.000 Euro.

Damit will er nicht nur neue Teppiche anschaffen, sondern auch ruhige Rückzugsmöglichkeiten gestalten: „Wenn das naturwissenschaftliche Material hinter einer Schrankwand verschwindet, wir etwa ein Zelt oder eine Kuschelmatte davorstellen könnten, wäre das schon toll.“ Außerdem träumt er von einem Baumhaus: Immerhin sind die Decken der Schule an der Ernst-Henning-Straße fast vier Meter hoch.

Grundschule plant bereits fünfzügig

Zuletzt wurden 92 Erstklässler für die vier neuen Klassen angemeldet. „Jetzt planen wir mal fünfzügig, dabei hätten wir sogar genügend Platz für sieben Eingangsklassen“, rechnet der Schulleiter und weiß: „Wir sind in Bergedorf die einzigen, die aktuell aufnehmen können.

Die Grundschulen in Nettelnburg und an der Sander Straße sind knackevoll.“ So kann sich die Schulbehörde wohl noch ein bisschen Zeit lassen, um in Bergedorf-Süd eine neue Grundschule zu errichten. „Wobei es ja auch immer noch die internationalen Vorbereitungsklassen gibt, das wird tatsächlich nicht weniger“, beobachtet der Schulleiter.

( stri )

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