Verkehr in Hamburg

Flaute? Blitzer an der B5 bringen immer weniger Geld ein

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Der Blitzer an der Bergedorfer Straße in Höhe Heckkatenweg brachte bis August etwa 29.800 Euro ein.

Der Blitzer an der Bergedorfer Straße in Höhe Heckkatenweg brachte bis August etwa 29.800 Euro ein.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Mit 45.000 Euro bis August haben sich die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast halbiert. Nicht nur Corona ist daran schuld.

Hamburg. Bergedorfs stationäre Blitzer erfassen immer weniger Temposünder: Die Zahl der Anzeigen und auch der Einnahmen, die von von den beiden Anlagen entlang der B5 generiert werden, ist rückläufig. Nachdem die Einnahmen durch Verwarn- und Bußgelder von 2019 auf 2020 bereits deutlich zurückgegangen waren, sind es nun noch einmal deutlich weniger Erträge.

Die Anlage in Höhe Heidhorst/Boberg (Tempo 70) brachte bis Ende August knapp 16.000 Euro ein – nach mehr als doppelt so viel (etwa 35.200 Euro) im selben Zeitraum des Vorjahres. Und auch die Anlage am Heckkatenweg (Tempo 50) erzielte weniger. Etwa 29.800 Euro waren es bis Ende August – gegenüber fast 50.000 Euro im Vorjahreszeitraum.

Blitzer an der B5 bringen immer weniger Geld ein

Insgesamt waren wohl weniger Autofahrer auf der Strecke unterwegs. Zum einen wegen der Corona-Pandemie, aber auch, weil die B5 seit 2019 eine Dauerbaustelle in Höhe der A-1-Brücke ist.

Matthias Krumm, Sprecher der Bußgeldstelle, betont jedoch, dass die Einnahmen allein keinen Rückschluss darauf geben, ob viele oder wenige Autos geblitzt wurden. Denn manchmal werden Anzeigen erst viel später bearbeitet, etwa wenn die Bildauswertung dauert. Oder es fließen auch Ratenzahlungen aus den Vorjahren ein.

Doch die Zahlen der Polizei sprechen eine ähnliche Sprache. Demnach lösten die Blitzer 2021 insgesamt seltener aus als im Vorjahr. Etwa zehn Prozent der geblitzten Fahrzeuge sind nicht zu belangen, da es sich etwa um Rettungsdienste handelt. Auf der B5 als viel befahrene Anfahrtsstrecke zum UK Boberg sei diese Zahl an Fehlmeldungen hoch, heißt es.

Polizei setzt häufig ihre gepanzerte „Wunderwaffe“ ein

Die Hamburger Polizei setzte zuletzt häufig ihre mobilen Blitzer an den Hauptverkehrsstrecken der Pendler ein. Etwa an der Brückenbaustelle B5/A1, wo es häufig zu Unfällen kommt. Auch am Übergang der A25 auf die A1 und dem Curslacker Neuen Deich, wo häufig zu schnell gefahren wird, stand das gepanzerte Gefährt.

( cr )

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