Bundestagswahl Bergedorf

FDP-Kandidatin aus Bergedorf ist enthusiastisch

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Sonja Jacobsen, Direktkandidatin der FDP für den Bundestag: „Welche Koalition wir wollen, hängt davon ab, wo wir unsere Inhalte verwirklichen können.“

Sonja Jacobsen, Direktkandidatin der FDP für den Bundestag: „Welche Koalition wir wollen, hängt davon ab, wo wir unsere Inhalte verwirklichen können.“

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Für die FDP-Direktkandidatin Sonja Jacobsen aus Bergedorf ist der Ausgang der Bundestagswahl 2021 ein historisches Wahlergebnis.

Hamburg. Für FDP-Direktkandidatin Sonja Jacobsen ist ein bundesweites Ergebnis von weit über 11 Prozent „ein historisches Ergebnis: Denn nach den 10,7 Prozent im Jahr 2017 ist dies erstmalig in der Geschichte der FDP ein zweistelliges Wahlergebnis in Folge. Damit bin ich sehr zufrieden“.

Nachhaltige Erfolge waren laut Jacobsen stets ihr persönliches Ziel als liberale Politikerin. Das jetzige Ergebnis bestätige sie auf ihrem Weg, einer politischen Linie treu zu bleiben, anstatt dem einen oder anderen schnellen Trend zu folgen.

Ampel oder Jamaika nach der Bundestagswahl

Mit einem Ruf des Wählers als Direktkandidatin in den Bundestag hat Sonja Jacobsen nach eigenen Worten nicht wirklich gerechnet. „Ich würde aber auch ein zweites Mal direkt kandidieren. Ich bin in der Wurzel Liberale, da spielt es für mich keine Rolle, ob ich an erster oder zweiter Stelle stehe.“

Die neue Bundesregierung sah die FDP-Frau nach der zweiten Hochrechnung am Sonntagabend „in jedem Fall mit Beteiligung der FDP“, sei es als Ampelkoalition oder in der Jamaika-Variante Schwarz-Grün-Gelb. „Die Bezirksversammlung bestimmen wir derzeit als Ampelkoalition, und dort funktioniert es gut. Welche Konstellation wir als FDP im Bundestag wollen, hängt davon ab, wo wir unsere Inhalte am besten verwirklicht sehen.“

Konstellation Rot-Grün-Rot ist vom Tisch

Bergedorfs FDP-Parteichef Karsten Schütt zeigte sich auf Anfrage zufrieden, aber nicht wirklich glücklich mit dem Wahlergebnis der Bundes-FDP. „Ja, es ist ein Erfolg, aber ich hatte mir mehr erhofft“, räumte er freimütig ein. „Die Stimmung an den Infoständen gab auch durchaus Anlass zu dieser Hoffnung.“ Am Ende sei die mediale Wahlkampfberichterstattung aber sehr auf die drei Kandidaten von CDU, SPD und Grünen fokussiert gewesen, dies habe sich zulasten der FDP ausgewirkt.

Einer FDP-Plakatwerbung mit extremen Allgemeinplätzen wie „Nie gab es mehr zu tun“ oder „Wie es ist, darf es nicht bleiben“ mag Schütt auch im Nachhinein nicht verurteilen: „Die Welt ist zu kompliziert, um mit fünf Worten konkret zu werden.“ Erleichtert zeigte sich der Liberale, dass die Konstellation Rot-Grün-Rot vom Tisch ist: „Es wird die Ampel oder Jamaika werden.“

( tv )

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