Pandemie

Im Bethesda wird wohl bis Jahresende geimpft

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Vermutlich wird am Bergedorfer Krankenhaus über September hinaus weiter geimpft.

Vermutlich wird am Bergedorfer Krankenhaus über September hinaus weiter geimpft.

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Mangels Alternativen bleibt am Glindersweg vermutlich das dezentrale Impfzentrum - allerdings sind die Kapazitäten recht begrenzt.

Hamburg.  Es hatte sich schon länger angebahnt, auch weil Alternativen fehlen: Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus soll nach Informationen dieser Zeitung mindestens bis Jahresende weiter als dezentrales Impfzentrum fungieren. Entsprechendes Vorhaben wollte Bethesda-Sprecher Matthias Gerwien noch nicht final bestätigen, die Verhandlungen mit der Sozialbehörde seien aber fortgeschritten. Bisher gilt der Vertrag zwischen beiden Seiten noch bis Ende September.

Impfzentrum im Bethesda Krankenhaus bleibt bis Jahresende

Zurzeit bietet die Klinik am Glindersweg mittwochs Erstimpfungen (14 bis 15.30 Uhr mit Termin, 15.30 bis 17 Uhr ohne) und donnerstags Zweitimpfungen mit dem Biontech-Vakzin an. Ab einem Alter von zwölf Jahren gilt das kostenlose Impfangebot. Allerdings: Bis Ende September sind alle Termine für die erste Impfung ausgebucht. „Wir haben zurzeit keine Ausweichstellen, benötigen in Bergedorf dringend ein weiteres stationäres Angebot“, sagt Matthias Gerwien. Bethesda schafft pro Woche 150 Erst- und genauso viele Zweitimpfungen – neben dem Krankenhaus-Alltag.

Vier Patienten werden auf der Covid-19-Station behandelt

Corona-Fälle, auch schwerere Verläufe, gibt es weiterhin: Aktuell sind auf der Covid-19-Station der Zentralen Notaufnahme des Bethesda vier Patienten (zwei Männer, zwei Frau, 60 bis 87 Jahre alt) untergebracht, dabei muss eine ungeimpfte Patientin (etwa 75) intensivmedizinisch betreut, jedoch nicht beatmet werden. „Für uns eine komische Situation. Seit einigen Wochen hatten wir wieder mehr Senioren“, beschreibt Gerwien das Phänomen, ohne es recht begründen zu können. Denn die Durchmischung, was den Impfstatus angeht, ist sehr groß – die Patienten sind zweimal vollständig und je einmal teil- beziehungsweise nicht geimpft.

Die wichtigsten Varianten des Coronavirus im Überblick

Nach Anregung der Weltgesundheitsorganisation WHO werden die Varianten des Coronavirus nicht mehr nach den Staaten benannt, in denen sie zuerst nachgewiesen wurden, sondern nach den Buchstaben des griechischen Alphabets. So soll eine Stigmatisierung beispielsweise von Ländern wie Großbritannien oder Indien verhindert werden, in denen besonders ansteckende Virusmutationen zuerst nachgewiesen wurden.

Derzeit gelten vier Formen des Coronavirus als besorgniserregend ("Variants of Concern"):

  • Alpha: Die im September 2020 zuerst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7, die das ursprüngliche Coronavirus fast vollständig verdrängt hat.
  • Beta: Eine Form des Coronavirus, die im Mai 2020 in Südafrika entdeckt wurde, wissenschaftliche Bezeichung: B.1.351, B.1.351.2, B.1.351.3
  • Gamma: Die zunächst in Brasilien im November 2020 nachgewiesene Mutation P.1 und ihre Subformen P.1.1 und P.1.2
  • Delta: Die Corona-Variante B.1.617.2 (und ihre Subformen AY.1, AY.2, AY.3), zuerst im Oktober 2020 in Indien gefunden

Außerdem beobachtet die WHO weitere vier Mutationen als bedeutsame "Variants of Interest" :

  • Eta: Wissenschaftliche Bezeichung B.1.525, im Dezember 2020 in diversen Staaten nachgewiesen
  • Iota: B.1.526, im November 2020 in den USA entdeckt
  • Kappa: B.1.617.1, im Oktober 2020 erstmals in Indien nachgewiesen
  • Lambda: C.37, im Dezember 2020 in Peru entdeckt

Hingegen sinken die Infektionszahlen im Bezirk Bergedorf: Notierte das Gesundheitsamt in der Vorwoche noch 170 Neuinfektionen und eine Inzidenz von 130,6, sind es diese Woche 134 neue Fälle. Damit fällt die Inzidenz auf 102,9.

( jhs )

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