Verkehr in Bergedorf

Einbahnstraße vor katholischer Schule beibehalten?

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Die katholische Schule in Bergedorf

Die katholische Schule in Bergedorf

Foto: Thomas Voigt

Vor der Grundschule gibt es Verkehrsprobleme. Die Linken-Fraktion möchte eine Einbahnstraßen-Variante geprüft wissen.

Hamburg. Soll die Chrysanderstraße in Höhe der katholischen Grundschule künftig eine Einbahnstraße sein? Die Linken-Fraktion in der Bezirksversammlung möchte das zumindest prüfen lassen. Ein entsprechender Antrag ist jetzt in den Verkehrsausschuss überwiesen worden.

Verkehr in Bergedorf: Mehr Sicherheit durch die aktuelle Baustelle

Die baustellenbedingte Einbahnstraße auf der Strecke brachte die Fraktion auf diese Idee. Denn wegen der Arbeiten in Höhe der Chrysanderstraße 44-48 können Autos derzeit nur von der Daniel-Hinsche-Straße in Richtung Ernst-Mantius-Straße/Augustastraße fahren, nicht wie sonst auch umgekehrt. Das habe einen Effekt auf die Situation vor der dortigen katholischen Grundschule, wie Lutz Jobs (Die Linke) jetzt vor der Bezirksversammlung ausführte: „Es ist ja gelebte Realität vor vielen Grundschulen, dass morgens um 8 Uhr viele ihre Kinder zur Schule bringen.“ Die baustellenbedingte Einbahnstraße erhöhe die Verkehrssicherheit nun erheblich.

Zuvor habe es vor der katholischen Grundschule mit ihren mehreren Hundert Schülern regelmäßig Probleme gegeben, heißt es im Antrag. Grund: Eltern würden ihre Kinder mit dem Auto bis zum Schuleingang fahren: „Sie biegen von der Ernst-Mantius-Straße kommend in die Chrysanderstraße ein, fahren 50 Meter bis zur Schule, setzten das Kind ab und wenden dann auf der engen Straße. Damit blockieren sie die Fahrbahn, gefährden die Schulkinder, die selbstständig auf dem Schulweg sind, und stellen den ÖPNV vor Probleme.“

Abholende Eltern stehen mit Autos im Halteverbot, wenden verkehrsgefährdend

Zudem würden viele Eltern ihre Kinder auch abholen, Grundstückszufahrten blockieren oder im Halteverbot stehen. Auch dann wieder mit riskanten Wendemanövern. Durch die baustellenbedingte Einbahnstraße fällt das jedoch weg.

„Die Frage ist nun, ob es eine gute Idee ist, die Einbahnstraße beizubehalten“, schlug Lutz Jobs vor. „Sicher bedeutet es für den einen oder anderen eine Einschränkung. Es ist aber dennoch eine interessante Idee.“ Mit Schulen, Anwohner, Polizei und VHH sollten nun die Möglichkeiten erörtert werden.

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Frauke Rüssau (Grüne) schlug jedoch vor, zunächst den Elternrat der katholischen Grundschule zu dem Thema zu hören. Er stünde auch immer im regen Austausch mit der örtlichen Polizei. In den Verkehrsausschuss soll deshalb ein Vertreter des Elternrates als Referent eingeladen werden.

( cr )

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