Mega-Projekt Sander Damm

Letzter Akt im Bergedorfer Verkehrsspektakel

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Jan Schubert
Letzte Bauphase: Der motorisierte Verkehr benutzt den Sander Damm bis kurz vor Weihnachten als Einbahnstraße auf der Westseite. 

Letzte Bauphase: Der motorisierte Verkehr benutzt den Sander Damm bis kurz vor Weihnachten als Einbahnstraße auf der Westseite. 

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Seit April 2019 wird am Sander Damm gebaut. Jetzt beginnt die letzte Phase. Bis kurz vor Weihnachten gibt es Behinderungen.

Lohbrügge.  Endspurt auf Bergedorfs langwierigster Straßenbaustelle: Seit April 2019 gestaltet der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) die Lohbrügger Hauptstraße vom Binnenfeldredder bis hinunter zur B 5-Kreuzung am Sander Damm fahrradfreundlich um, sanierte die insgesamt 2,5 Kilometer lange Strecke in drei großen Bauabschnitten. Seit dem 27. Januar 2021 sind die Bauarbeiter auf dem letzten, 550 Meter langen Teilstück des Sander Damms vom Lohbrügger Markt bis zur Bundesstraße am Werkeln – und nun hat die wirklich allerletzte Bauphase 4 begonnen.

Autofahrer merken das zweifelsfrei daran, dass sie nun die Einbahnstraße hinunter zur B 5-Kreuzung auf der bereits fertiggestellten Westseite des Sander Damm weitgehend befahren können. Vorher waren sie auf der östlichen Fahrbahnseite unterwegs, die jetzt bereits komplett aufgerissen ist.

Schlechtes Wetter könnte zu Verzögerungen im Schlussspurt führen

Voraussichtlich Ende August wird der motorisierte Verkehr dann auch ab Leuschnerstraße/Lohbrügger Markt von der Ost- auf die Westseite verlagert. Dort müssen, nachdem Mitte der vergangenen Woche auch die Vollsperrungen Lohbrügger Landstraße und Leuscherstraße aufgehoben wurden, nun noch letzte Steine gesetzt werden. Radfahrer und Fußgänger dürfen sich auf ausgeschilderten Wegen in beiden Richtungen fast ungehindert fortbewegen.

Bis etwa Ende Oktober/Anfang November soll der Asphalt auf der östlichen Fahrbahn des Sander Damms fertiggestellt sein. Die Planer wissen: Schlechtes Wetter könnte ein paar Verzögerungen im Schlussspurt mit sich bringen.

Noch einmal muss sich der Verkehrsteilnehmer an neue Wege gewöhnen

Auch neu bedingt durch die Verkehrsumstellung: Die südliche Zufahrt zum Ludwig-Rosenberg-Ring direkt an der Wache 43 ist nun für zehn Wochen voll gesperrt. Doch die Beamten genießen wie die Kollegen der Feuerwehr von nebenan ein gewisses Privileg: „Rettungseinsätze werden wie in der Bauphase zuvor über eine separat eingerichtete Einsatzspur gefahren, welche auch für Fahrradfahrer freigegeben ist“, sagt Edda Teneyken vom LSBG.

Die entscheidende Phase wird eingeläutet durch letzte Arbeiten an der nördlichen Einmündung des Ludwig-Rosenberg-Rings ab voraussichtlich Mitte September. Hier wird die Bushaltestelle erneuert, das soll nach LSBG-Angaben rund 13 Wochen dauern. Der Bereich zwischen Walter-Freitag-Straße und Lohbrügger Markt ist dann nur als Einbahnstraße in Richtung Marktplatz passierbar.

Es gibt weiterhin erhöhte Staugefahr

Am 18. Dezember 2021 möchten die Straßenplaner hier dann den Verkehr freigegeben, es folgen dann noch ins Jahr 2022 hinein kleinere Arbeiten auf Gehwegen, Mittelinseln und bei den Anpflanzungen. Und das wäre es, das Ende des Mammutprojekt auf Lohbrügges Hauptverkehrsader – bis dahin aber herrscht auf dem einspurigen Sander Damm erhöhte Staugefahr.

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