Pandemie

Zahl der Corona-Patienten in Bergedorf sinkt

| Lesedauer: 2 Minuten
Oberarzt Marc Bota vor dem Bergedorfer Agaplesion Bethesda Krankenhaus.

Oberarzt Marc Bota vor dem Bergedorfer Agaplesion Bethesda Krankenhaus.

Foto: Jan Schubert / BGDZ

Niedrigster Wert seit Mitte März: Die Inzidenz in Bergedorf ist auf 136 neue Fälle gesunken – 22 weniger als in der Vorwoche.

Hamburg. Die Corona-Lage in Bergedorf entspannt sich leicht. Nach den am Dienstag von der Gesundheitsbehörde veröffentlichten Bezirkszahlen wurden in den sieben Tagen bis Montag 177 Neuinfektionen gemeldet, 22 weniger als in der Woche zuvor. Damit ist die Corona-Inzidenz von 153 auf knapp 136 neue Fälle je 100.000 Menschen gesunken – der niedrigste Wert seit Mitte März.

Auch in Bergedorfs Agaplesion Bethesda Krankenhaus herrscht vorsichtiger Optimismus: „Die Lage ist stabil, die Zahl der Corona-Patienten erstmals wieder leicht rückläufig“, sagt Marc Bota (43), Chef der Intensivstation, der dort aktuell vier Corona-Patienten behandelt.

Eine Corona-Patientin liegt in der Geburtshilfe der Klinik

Neben drei über 60-Jährigen ist das auch ein Mann Mitte 30. Weitere zehn Personen mit etwas leichteren Verläufen liegen auf der Isolierstation. Die 15. Corona-Patientin der Klinik liegt in der Geburtshilfe. Sie hat am Montag in einem dort extra für sie abgetrennten Bereich entbunden. „Mutter und Kind geht es gut“, sagt Bota.

Große Sorgen macht er sich wegen ganz anderer Patienten auf der Intensiv-Station: Neben den vier „echten“ Coronafällen müssen dort gerade weitere drei unter Quarantäne-Bedingungen behandelt werden: „Das sind unter anderem Menschen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall, die als Kontaktperson gelten, etwa zu infizierten Ehepartnern. Das bedeutet, wir müssen sie über 14 Tage genauso isolieren wie die Corona-Patienten. Auch wenn die Tests negativ sind. So etwas belastet uns personell in erheblichem Maße zusätzlich, taucht aber in keiner Statistik auf“, klagt Marc Bota.

Sorgen bereiten Harburg und der Bezirk Mitte mit steigenden Zahlen

Auch die Infektionszahlen der Hamburger Bezirke brauchen einen genauen Blick, bevor ihre Statistik aussagekräftig ist. So hat Bergedorf mit 177 Neuinfektionen zwar den mit Abstand kleinsten Wert der Hansestadt. Weil es mit 130.260 Menschen aber auch die wenigsten Einwohner der sieben Bezirke hat, liegt es bei der Inzidenz mit Wandsbek (133) und Altona (116) im Mittelfeld.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Sorgen bereiten vor allem Harburg mit einer Inzidenz von 193 und der Bezirk Mitte mit fast 229. In beiden Bezirken sind die Zahlen der gemeldeten Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche wieder deutlich angestiegen. In Harburg liegt das Plus sogar bei mehr als 16 Prozent.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Bergedorf