Curslacker Neuer Deich

Sozialbehörde erwägt Aus für Flüchtlingsunterkunft

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Im Moment leben genau 295 Menschen in dem Containerdorf am Curslacker Neuen Deich 57.

Im Moment leben genau 295 Menschen in dem Containerdorf am Curslacker Neuen Deich 57.

Foto: strickstrock / BGZ

Zum Jahresende läuft der Mietvertrag aus. Das Gelände am Curslacker Neuen Deich 57 wird für ein Bergedorfer Zukunftsprojekt benötigt.

Bergedorf. Das Containerdorf für Flüchtlinge am Curslacker Neuen Deich 57 wird vermutlich noch in diesem Jahr aufgegeben. Es werde „wohl Ende des Jahres schließen“, sagte Jana Hoppe aus der Sozialbehörde jetzt im Bergedorfer Sozialausschuss. Der Mietvertrag hier läuft aus. „Noch vor der Sommerpause soll es eine Entscheidung geben“, heißt es dazu aus dem Bergedorfer Bezirksamt.

„Wir erwarten eine Entscheidung im Juni“, erklärt auch die Sozialbehörde und verweist auf die Fachstelle für Wohnungssicherung. „Die unterstützt die Menschen bei der Wohnraumsuche im Falle einer Schließung.“

Zufahrt zum künftigen „Forschungs- und Innovationspark“

Aktuell, so Betreiber Fördern & Wohnen, leben in den Wohncontainern am Curslacker Neuen Deich 57 noch 295 Menschen. Insgesamt stehen 360 Plätze in dem Containerdorf zur Verfügung. Bis 1998 waren knapp 100 Roma in Containern auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks untergebracht. In Zukunft, so die Ideen der Stadtplanung, soll genau an dieser Stelle die Zufahrt zum künftigen „Forschungs- und Innovationspark“ liegen.

Erweiterung des Wohnheims am Achterdwars noch unklar

In der gesamten Hansestadt betreibt Fördern & Wohnen 169 Standorte, darunter auch das Containerdorf an der Brookkehre mit 440 Plätzen und die große Flüchtlingsunterkunft am Curslacker Neuen Deich 78/89, die für 580 Menschen ausgelegt ist.

Auch das Männerwohnheim am Achterdwars gehört dazu, das 160 Plätze bietet und stets in der Überlegung steht, ausgebaut zu werden oder hier zusätzlich eine Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose einzurichten. Was ist hier der aktuelle Stand? „Ob und wenn ja an welcher Stelle es eine bauliche Erweiterung geben soll, steht noch nicht fest“, sagt Susanne Schwendtke im Namen von Fördern & Wohnen.

„Massiver Ausbau“ der WLAN-Anschlüsse vorgesehen

Wie modern sind die Häuser? Kann ihre technische Ausstattung auch in der Pandemie-Zeit ausreichen? Darüber sorgen sich Bergedorfs Sozialpolitiker, die von aktuell 383 Schulkinder in den Flüchtlingsunterkünften wissen.

Die Grundausstattung, so Jana Hoppe, liege bei einem Hotspot im Gemeinschaftsraum und einem auf der Außenfläche. So soll es bald auch im Containerdorf am Bünt sein, also am Binnenfeldredder in Lohbrügge. „Aber um die Integration zu verbessern, werden jetzt alle Standorte baulich und technisch überprüft, damit die WLAN-Bandbreite für das Homeschooling und für Integrationskurse ausreicht“, sagt Hoppe – und verspricht einen „massiven Ausbau“: Der künftige Internet-Standard sehe vor, dass „das Internet bis in die Bewohnerzimmer reicht“.

( stri )

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