Betonkrebs

Neue Brücke: A 1 wird 55 Stunden gesperrt

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Dies war der erste Brückeneinbau auf der B5 über A1. Nun folgt der zweite Teil.

Dies war der erste Brückeneinbau auf der B5 über A1. Nun folgt der zweite Teil.

Foto: Thomas Voigt

55 Stunden Vollsperrung der A 1 sind nötig, um den nächsten Arbeitsschritt der Sanierung der Brücken im Verlauf der B 5 zu bewerkstelligen.

Bergedorf. Das dürfte für Verkehrsbehinderungen sorgen: Die Autobahn 1 zwischen Hamburg-Ost und Moorfleet wird von Freitag, 16. April, 22 Uhr, bis Montag, 19. April, 5 Uhr, gesperrt. In dieser Zeit soll eine neue Brücke im Verlauf der B 5 über die A 1 eingehoben werden. Aus Sicherheitsgründen muss die Autobahn gesperrt sein. Die bestehende Trasse der B 5 bleibt unbeeinträchtigt befahrbar.

Umleitungen mit hohem Zeitaufwand

Umleitungen sind ausgeschildert: In Richtung Norden wird der Verkehr von der Autobahnabfahrt Moorfleet abgeleitet und über Ring 2 und B 5 zur Autobahnauffahrt Billstedt geführt. In Richtung Süden beginnt die Ableitung am Autobahnkreuz Hamburg-Ost über die A 24, Horner Rampe und den Ring 2 zur Autobahnauffahrt Moorfleet.

Die 2019 mit dem Brückenabbruch begonnen Arbeiten an den beiden Überführungsbauwerken der B 5 über die A 1 gehen somit in die nächste Bauphase. Nach dem erfolgreichen Neubau des südlichen und dem Abbruch des nördlichen Bauwerks sowie dem Neubau der Widerlager und der Fertigstellung des Mittelpfeilers Nord, werden nun 14 Verbund-Fertigteil-Träger für das neue nördliche Brückenbauwerk eingehoben.

Träger mit einem Gewicht von bis zu 32 Tonnen werden eingehoben

Jeder der 14 Träger hat eine Länge von 22 Meter und ein Gewicht von rund 26 bis 32 Tonnen. Um die Teile einzuheben, ist es notwendig die A 1 voll zu sperren. Die B 5 bleibt für den Verkehr von und nach Bergedorf trotz der Arbeiten nutzbar.

Das A 1 Überführungsbauwerk „Bergedorfer Straße“ besteht aus zwei Teilbauwerken, einer südlichen und einer nördlichen Brücke. Beide Teilbauwerke aus dem Jahr 1956 und sind aufgrund einer massiven Alkali-Kieselsäure-Reaktion, besser bekannt als „Betonkrebs“, und diversen Anprallschäden so stark geschädigt, dass ein Neubau unvermeidlich wurde. Beide Bauwerke sind vollständig voneinander getrennt und können daher unabhängig voneinander abgebrochen werden.

Instandsetzung der B 5 und der Anschlussstelle Billstedt eng koordiniert

Der Abbruch und Neubau der Brücke Bergedorfer Straße erfolgt somit in zwei Bauabschnitten. Während des Abbruchs und Neubaus des Teilbauwerkes Süd wurde der Verkehr der B 5 für die gesamte Bauzeit über das Teilbauwerk Nord geführt und während des Abbruchs und Neubaus des Teilbauwerkes Nord wird der Verkehr für die gesamte Bauzeit über das neu hergestellte Teilbauwerk Süd geführt. Die Maßnahme ist mit der bereits laufenden Grundinstandsetzung der B 5 und der Anschlussstelle HH-Billstedt eng getaktet und koordiniert.

( pö/stri )

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