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Statistik 2020: ADAC deutlich seltener alarmiert

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Naemi Krüger
Typisch für die Panneneinsätze des ADAC: Defekte Batterien waren die häufigsten Ursachen.

Typisch für die Panneneinsätze des ADAC: Defekte Batterien waren die häufigsten Ursachen.

Foto: Daniel Delang / ADAC

Coronabedingt ist die Zahl der Einsätze gesunken. Bergedorf ist der Sitz der ADAC-Pannenhelfer für ganz Norddeutschland.

Hamburg. Alle drei Minuten eilen Hamburgs „Gelbe Engel“ einem Autofahrer mit einer Panne zu Hilfe – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Exakt waren es 187.746 Einsätze, zu denen die ADAC-Helfer im Jahr 2020 von ihrem Bergedorfer Stützpunkt an der Kurt-A.-Körber-Chaussee ausgerückt sind. Eine riesige Zahl – doch trotzdem sind die Einsätze im Vergleich zu 2019 um neun Prozent zurückgegangen. „Das haben wir wohl dem Lockdown zu verdanken und dem daraus folgenden Homeoffice vieler Berufspendler in der Corona-Pandemie“, sagt ADAC-Sprecher Christian Hieff mit Blick auf die jetzt veröffentlichte Statistik.

ADAC veröffentlich Statistik für das Jahr 2020

Bergedorf ist der Sitz der ADAC-Pannenhelfer für ganz Norddeutschland. Von hier aus werden sie zudem dirigiert zu den vielen Menschen, die Probleme mit ihrem Auto haben. Insgesamt 83 Pannenhelfer haben ihren Stützpunkt an der Kurt-A.-Körber-Chaussee. Sie alle sind ausgebildete Kfz-Mechatroniker oder haben damit verwandte technische Berufe. Und es ist bis heute ein reines Männer-Team – als einziges im gesamten ADAC. „Sehr gern würden wir auch im Norden weibliche ,Gelbe Engel’ auf Tour schicken. Aber es gibt schlicht keine Bewerberinnen“, sagt Christian Hieff. „Jede Frau, die eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht hat und das Kfz-Handwerk versteht, ist herzlich eingeladen, bei uns anzufangen.“ In allen anderen Bereichen sei der ADAC schließlich gemischt aufgestellt – auch in der Bergedorfer Notrufzentrale.

Häufigste Pannenursache war eine defekte Battier

Zurück zur Statistik: Bundesweit ging vor allem im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen kurzzeitig um fast 50 Prozent zurück. Die Tage mit den wenigsten Einsätzen waren laut dem ADAC allesamt Sonntage im ersten Lockdown.

Die häufigste Pannenursache war mit 46,3 Prozent aller Notrufe eine defekte Batterie. Im Vorjahr waren das 41,8 Prozent. Auch das liegt laut Hieff an den Folgen der Corona-Beschränkungen. „Die Autos wurden im Lockdown schlicht länger stehengelassen. Das macht manche ältere Batterie nicht beliebig lange mit“, sagt Christian Hieff. Einen Unterschied zu Elektroautos soll es nach seinen Worten nicht geben, denn „alle Autos haben eine konventionelle Batterie, die zum Starten benötigt wird.“

Service für Mitarbeiter in "systemrelevanten Berufen" erweitert

In der Statistik der häufigsten Pannen folgen beim ADAC Hamburg mit 15,9 Prozent Defekte im Motor oder im Motormanagement. Auf Platz drei kommen 2020 mit 14,2 Prozent „sonstige Ursachen“ wie Lenkung und Fahrwerk.

Die „Gelben Engel“ helfen grundsätzlich allen ADAC-Mitgliedern kostenlos. Während der Corona-Pandemie ist dieser Service auch auf alle Nicht-Mitglieder erweitert worden, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

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