Keine Alternative benannt

Bergedorfer Ortsumgehung steckt in der Sackgasse

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Sprecher-Team der Bürgerinitiative „Geesthang erhalten“: Andreas Kuttenkeuler (stehend, links), Kerstin Lemkemeier (Sprecherin, kniend, links,), Yvonnen Heinen (Mitte), Insa Zitouni (kniend, rechts) sowie Unterstützer Wolfgang Bartsch (stehend, rechts).

Sprecher-Team der Bürgerinitiative „Geesthang erhalten“: Andreas Kuttenkeuler (stehend, links), Kerstin Lemkemeier (Sprecherin, kniend, links,), Yvonnen Heinen (Mitte), Insa Zitouni (kniend, rechts) sowie Unterstützer Wolfgang Bartsch (stehend, rechts).

Foto: Privat

Chancen für Ost-Umgehung zwischen B 207 und B 5 durch den Geesthang sinken. Gegner haben Oberwasser. Breiter Widerstand aus dem Umland.

Bergedorf. Die Chancen für eine Ost-Umgehung zwischen den Bundesstraßen 207 und 5 durch den Geesthang sinken weiter. Gegner der Trasse, welche die B 207 zwischen Wentorf und Bergedorf entlasten soll und der die Awo-Waldkita an der Rothenhauschaussee zum Opfer fallen würde, feierten während der Bezirksversammlung am Donnerstag in der kühlen Aula der Schule Sander Straße schon einen vorzeitigen Sieg. Anlass bot die Anfrage einer Anwohnerin nahe der Waldkita zur Bürgerfragestunde. Sie wollte wissen, welche Alternativen zu dieser Bergedorfer Ostumgehung von der Koalition bisher erwogen wurden.

Für die SPD antwortete Andreas Tilsner, eine Trasse sei noch gar nicht bestimmt, daher könne auch keine Alternative benannt werden. Zudem hätten die betroffenen Nachbargemeinden Börnsen und Wentorf auf Bergedorfer Anfrage noch keine Stellungnahme geschickt.

Noch keine Trasse für Bergedorfer Ortsumgehung bestimmt

Dem setzte Jörg Froh (CDU) entgegen, die Gemeindevertretung in Börnsen, über dessen Gebiet die Ostumgehung großenteils führen müsste, hätte dies per Beschluss bereits abgelehnt. Eine ähnliche Entscheidung in Wentorf stehe unmittelbar bevor, erklärte Froh. Dort fiel die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses mit diesem Punkt auf der Tagesordnung zwar coronabedingt aus. „Aber schon für die Sitzung im September hatte die Wentorfer Verwaltung eine Beschlussvorlage formuliert, die eine solche Ostumgehung durch oder bei Wentorf ablehnt“, so Froh.

Wentorfs Bürgermeister Dirk Petersen bestätigte gestern gegenüber der bz, dass er den Bergedorfer Wünschen „sehr skeptisch“ gegenüberstehe.

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Trassen-Gegner haben Unterstützung aus dem Umland

„Auch wenn die Trasse nicht durch Wentorf laufen sollte, werden wir als Träger öffentlicher Belange sicher dazu gehört.“ Nächster Sitzungstermin des Wentorfer Planungsausschusses ist der 26. November. Auf den Sitzungsvorlagen führt die Trasse rechtwinklig von der 207 in den Grenzweg, von da schnurstracks süd-südwestlich über das Gelände der Waldkita zur B 5.

„Wir freuen uns als Gegner der Umgehung sehr über die Unterstützung aus dem Umland“, erklärte Robert Gruber für die Linken in der Sitzung der Bergedorfer Bezirksversammlung.

( tv )

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