Sportstätten

Endlich eine eigene Heimat für den BFSV Atlantik 97

Vitali Rommel (links) und Maxim Teschko sitzen auf ihrem neuen Kunstrasen und vor ihrem neuen Vereinsheim am Felix-Jud-Ring.

Vitali Rommel (links) und Maxim Teschko sitzen auf ihrem neuen Kunstrasen und vor ihrem neuen Vereinsheim am Felix-Jud-Ring.

Foto: Jan Schubert

Nach dem Kunstrasen ist jetzt auch das Klubheim fertig geworden. Es ist das erste eigene Vereinsheim des BFSV Atlantik 97.

Neuallermöhe.  Die Außenfassade in Grün? Da wäre Vitali Rommel in Erklärungsnot gekommen, „unsere Mitglieder hätten mich gekillt“, mutmaßt der Vorsitzende des BFSV Atlantik 97, in dem Fußball, Volleyball und das russische Gorodki angeboten werden. Nun aber steht es da, das erste eigene Vereinsheim in der Geschichte des 23 Jahre alten, von Spätaussiedlern gegründeten Vereins BFSV Atlantik 97 am Felix-Jud-Ring. In blau, wie es sich für Atlantik gehört.

Nachdem im Sommer 2019 zunächst der üble Grand in einen Kunstrasen modernster Prägung umgewandelt wurde, steht nun auch der Multifunktionsbau. „Wenn man das mit vorher vergleicht“, sagt Rommel, „da hatten wir hier gar nichts. Da hat nichts nach Sportplatz ausgesehen.“

BFSV Atlantik 97 hat jetzt ein eigenes Vereinsheim

Jetzt schon: Drei geräumige Umkleiden mit Duschen, Zusatz-Raum und Ballschränke, ein Inklusionsraum mit angebundener Kabine für Schiedsrichter, und WC. Aber der Clou ist der neue Klubraum mit Mini-Kiosk, gut gefüllter Eistruhe, einem Riesen-TV für Fußballabende und Team-Analysen. Hier lohnt sich insbesondere der Blick auf das Mobiliar: Aus Holzpaletten wurden Bänke und Tische gezimmert und mit dem Schriftzug des BFSV Atlantik 97 versehen. „Das haben unsere Mitglieder in Wochenendschichten zusammengebaut“, weiß Rommel.

Selbst der Vorplatz des Vereinsheims kann sich sehen lassen. Alles gepflastert, ein riesiger Warsteiner-Deckel dient als Kassentresen, Reifen befüllt mit Sand als Aschenbecher. „Und es war der spezielle Wunsch des Vereins“, sagt Andreas Neumann vom Bezirklichen Sportstättenbeirat, „dass wir auch eine kleine Sandkiste neben den Platz gesetzt haben.“

Kunstrasen kostete 750.000 Euro, Clubhaus mehr als 900.000 Euro

Fußballer von Atlantik und des Nachbarvereins SV Nettelnburg/Allermöhe sind dabei ausdrücklich nicht die einzig erwünschten Gäste . „Wenn jemand aus dem Stadtteil mal zum Kaffee vorbeikommen möchte, dann ist er herzlich eingeladen. Oder auch Kinder zum Hausaufgaben machen“, sagt Maxim Teschko, Stellvertreter von Rommel. Denn bei Atlantik wissen sie, dass auch der Stadtteilbeirat am Entstehen ihrer neuen Heimat mit kleineren finanziellen Hilfen beteiligt war.

Apropos Geld: Der Kunstrasen kostete 750.000 Euro, das Klubhaus am Ende sogar 915.000 Euro, jeweils aus Rise-Mitteln und der Sanierungsoffensive Sport der Stadt Hamburg bezahlt. Die Pflege werden die Hausherren übrigens in Eigenregie organisieren.

Bezirk Bergedorf ist gut in Sachen Sportstätten ausgestattet

Das neue Klubhaus am Felix-Jud-Ring ist eine weitere Dokumentation des Bezirks, dass er in Sachen Sportstätten gut bis sehr gut ausgestattet ist. Gerade im Bereich Neuallermöhe/Nettelnburg gab es zuletzt mit der Sanierung des Sportplatz 2000 sowie dem Umbau des Sportplatz Katendeich deutliche Verbesserungen. „Wir sind ein sportaffiner Bezirk“, sagt Verwaltungschef Arne Dornquast.

Einzig der Grandplatz am Friedrich-Frank-Bogen, die Heimstätte der SV Bergedorf-West, ist noch „Altbestand“. Eine Umwandlung sieht Dornquast auch eher schwierig, die Anlage liege ja in einem Wohngebiet, wo sich Anwohner schnell wegen Lärm und Flutlicht beschweren könnten.

Mittlerweile hat BFSV Atlantik 97 330 Mitglieder

Dass hingegen die verbesserte sportliche Infrastruktur des BFSV positive Auswirkungen auf den Verein hat, kann Vitali Rommel bestätigen: Mittlerweile gehören Atlantik 330 Mitglieder an, erst kürzlich seien zwei Fußball-Nachwuchsmannschaften – A-Junioren und C-Juniorinnen - dazu gekommen. „Wir könnten sogar noch eine weitere Alte-Herren-Mannschaft melden“, sagt Vitali Rommel - und das alles auf einer Anlage, die vor Kurzem so gar nicht nach Sportplatz aussah.