Gebäudereinigung

Chef bekommt HSV-Trikot zum 30. Firmengeburtstag

Ein HSV-Trikot zum Firmengeburtstag: Andreas Koch (M.) betreibt seit 30 Jahren seine gleichnamige Gebäudereinigung.

Ein HSV-Trikot zum Firmengeburtstag: Andreas Koch (M.) betreibt seit 30 Jahren seine gleichnamige Gebäudereinigung.

Foto: Thomas Voigt

Gebäudereinigung Andreas Koch in Bergedorf feiert 30. Geburtstag mit rund 200 Mitarbeitern. Auftragsvolumen coronabedingt gesunken.

Bergedorf. Ein Original-HSV-Trikot – noch aus besseren Emirates- und Adidas-Zeiten – gab es von den Mitarbeitern als Geschenk für den Chef und Gründer Andreas Koch: Das Unternehmen Gebäudereinigung Koch feierte in dieser Woche seinen 30. Geburtstag an seinem Standort an der August-Bebel-Straße.

Seit ihrer Gründung 1990 in Wandsbek ist die Firma auf rund 200 Mitarbeiter gewachsen. Worauf Andreas Koch besonders stolz ist: „Fast alle, die bei uns angefangen haben, sind uns treu geblieben und setzen sich täglich für unser Unternehmen ein. Wir sind wirklich wie eine große Familie. Ich kenne je­den Kollegen und jede Kollegin persönlich.“

2011 bezog das Unternehmen sein eigenes Bürogebäude

Durch seinen Onkel, der selbst eine Gebäudereinigung betrieb, landete Koch in der Branche, lernte den Beruf des Gebäudereinigers, erwarb den Meisterbrief. 1992 zog er mit seinem noch kleinen Familienbetrieb in ein Wohnhaus in Bergedorf. Die Schreibmaschine auf dem Küchentisch, das Fax im Keller, Kunden-Karteikarten in der Kiste, immer aufrecht gestellt, wenn eine Rechnung fällig war – diese Zeiten sind längst vorbei.

Nach einigen Jahren in einem Gewerbebau am Ohlstücken in Lohbrügge bezog das Unternehmen 2011 sein eigenes Bürogebäude an der August-Bebel-Straße. Dort wird es nun wieder zu eng, und im neuen Gewerbegebiet Schilfpark wird der nächste Neubau errichtet. Der Umzug soll im Frühjahr 2021 sein.

Auftragsvolumen seit Beginn der Pandemie gesunken

„Bisher hatten wir mit jedem Umzug auch einen Schub nach vorn“, sagt Andreas Koch, der sich lange Zeit über ein jährliches Umsatz-Plus zwischen zehn und zwölf Prozent freuen konnte. Corona hat den Aufwärtstrend in diesem Jahr gebremst. „Weil so viele Leute im Homeoffice arbeiten, brauchen die Büros weniger Reinigung“, erklärt der Unternehmer, der überwiegend Firmenkunden hat und sich in Privathaushalten auf Spezialaufträge beschränkt.

Um etwa 20 Prozent ist sein Auftragsvolumen seit Beginn der Pandemie gesunken. „Zum Glück gleichen Desinfektionsaufträge diesen Rückgang ein wenig aus, sodass wir bisher kaum Personal abbauen mussten.“

Was hat sich in der Gebäudereinigung in 30 Jahren am stärksten verändert? Koch: Unsere Reinigungsmittel und auch der restliche Materialeinsatz sind viel umweltfreundlicher geworden. Wir produzieren kaum noch Plastikmüll.“