Nach WSB-Umfrage

Zufrieden mit neu geregelter Schlossstraße in Bergedorf

Hier nicht mehr durchfahren: Marc Wilken (WSB) will die neue Verkehrsregelung in der Bergedorfer Schlossstraße fortsetzen.

Hier nicht mehr durchfahren: Marc Wilken (WSB) will die neue Verkehrsregelung in der Bergedorfer Schlossstraße fortsetzen.

Foto: Thomas Voigt

Geschäftsleute bewerten neue Verkehrsregelung tendenziell positiv. Nun soll der Test in der Schlossstraße verlängert werden.

Bergedorf. Gut drei Monate nach Einführung der neuen Verkehrsführung im Straßendreieck Bergedorfer Schlossstraße / Chrysanderstraße / Vinhagenweg haben Geschäftsleute eine tendenziell eher positive Bilanz der Auswirkungen gezogen. Das geht aus einer Umfrage des WSB hervor: An der haben sich 27 Ladenbesitzer in der Bergedorfer Schlossstraße und dem östlichen Sachsentor beteiligten.

Seit dem 22. Juni rollt der Verkehr von der Chrysanderstraße nicht mehr direkt in die Schlossstraße, sondern über den Schlenker Vinhagenweg dorthin. Am Ende des Vinhagenwegs kann man dann in die Bergedorfer Schlossstraße entweder nach rechts in Richtung St. Petri und Pauli oder nach links zurück zur Chrysanderstraße einbiegen. Die Veränderung sollte vorwiegend den Durchgangsverkehr bremsen und verringern. Zugleich gingen gut zehn Parkplätze unter andrem für Gastro-Außenflächen verloren.

Auswirkungen auf Kundenfrequenz unklar

Zwölf der teilnehmenden Ladenbesitzer bewerteten diese probeweise eingeführte Regelung sehr gut, sechs weitere finden sie gut, fünf gaben die Note 3 und vier die Note 5. „Das ist schon eine ziemlich positive Reaktion“, sagt WSB-Geschäftsführer Marc Wilken. Weniger klar ist bei den befragten Geschäften die Auswirkung der neuen Verkehrsführung auf die Kundenfrequenz. 15 Befragte spürten keinerlei Veränderung, jeweils vier eine leichte und eine deutliche Erhöhung des Kundenzulaufs. Jeweils ein Befragter beschreibt einen leichten und einen deutlichen Kundenrückgang, vier Befragte waren unentschlossen.

Noch weniger gab es laut dieser Umfrage Folgen für den Umsatz. 16 der 27 Teilnehmer spürten keinerlei Veränderung in der Kasse, drei sprechen von gestiegenen und zwei von gesunkenen Umsätzen. Die restlichen sechs machten zu der Frage keine Angaben. Die Kundenreaktionen waren bei zwölf Befragten positiv, bei vier Befragten negativ. Elf Ladenbesitzer hatten kein Meinungsbild von ihrer Kundschaft eingeholt.

Verlängerung der neuen Verkehrsregelung beantragt

Die verhalten positive Grundstimmung nimmt der WSB zum Anlass, eine Verlängerung der „Probezeit“ für die neue Regelung anzuregen. Eigentlich sollte sie am 15. Oktober auslaufen. Auch Bergedorfs CDU-Fraktion hat eine Verlängerung beantragt – zumindest bis zur nächsten Sitzung der Bezirksversammlung am 29. Oktober.