Heimatklänge

Im Oktober dreitägiges Open-Air-Festival in Bergedorf

Der in Äthiopien geborene Sänger, Schauspieler und NDR-Moderator Yared Dibaba singt mit seinen „Schlickrutschern“ auf Plattdeutsch.

Der in Äthiopien geborene Sänger, Schauspieler und NDR-Moderator Yared Dibaba singt mit seinen „Schlickrutschern“ auf Plattdeutsch.

Foto: Zwischenräume / BGZ / Anne Strickstrock

Bergedorfer organisieren Open-Air-Festival „Heimatklänge“ mit cooler Live-Musik. Zwei davon finden im Bergedorfer Schlosspark statt.

Bergedorf. Eine öffentliche Veranstaltung, in der Jahreszeit draußen, mit festen Künstlerverträgen? „Die trauen sich was, wie schön!“, ist die häufigste Reaktion, die Gerhard Heiland und seine Frau Angelina Akpovo zu hören bekommen. Denn die beiden sorgen dafür, dass ganz Bergedorf was zu hören bekommt: Für Mitte Oktober planen sie ein dreitägiges Festival mit dem Namen „Heimatklänge“. Das erste Konzert erklingt in Planten un Blomen, zwei weitere im Bergedorfer Schlosspark.

„Wir müssen mal wieder etwas mit Live-Musik auf die Beine stellen. Und weil uns die Kulturbehörde mit 35.000 Euro fördert, können wir auch die Musiker gut und angemessen bezahlen“, freut sich Heiland, der Dank eines guten Hygienekonzepts bereits alle Genehmigungen einholen konnte, Platz für jeweils 250 Zuhörer einplant. „Wir können auch bei Tanzverbot richtig abgrooven und super Musik hören“, meint der ehemalige Lehrer am Luisen-Gymnasium. Er will eine Reise um die Welt erleben mit Musikern aus vielen Erdteilen, die inzwischen alle in Hamburg sesshaft geworden sind – ob sie aus Lateinamerika stammen, aus Afrika oder aus der Karibik. Dank ihres Vereins „Zwischenräume“, der seit 2003 das große Afrika-Festival in Altona organisiert, ist das Ehepaar bestens in der Musikszene vernetzt – nicht zuletzt zeichnete Gerhard Heiland schon dreimal für das Blues-Festival auf dem Bergedorfer Bahnhofsvorplatz verantwortlich. Als Kooperationspartner holte er die Kulturkneipe BeLaMi mit ins Boot, Medienpartner ist die Bergedorfer Zeitung, die am Donnerstag, 8. Oktober, den Vorverkauf am Curslacker Neuen Deich startet. Zudem können Karten unter info@alafia-agentur.de reserviert werden.

Beim Festival unter anderem Musik aus der Kongo-Region

Was aber genau gibt’s auf die Ohren? „African Sunset“ lautet der Titel für Sonnabend, 10. Oktober, wenn um 14 Uhr Eileen Hamlet, die „Gospelqueen aus Ghana“, den Musikpavillon von Planten un Blomen betritt. Eine Stunde später ist der „Soukous“ zu hören, eine traditionelle Musik aus der Kongo-Region, die der Gitarrist Christian Bokatessa präsentiert. Bis 18 Uhr schließlich tritt Angelina Akpovo mit ihrer Band Yakawumbu auf. Der Eintritt ist übrigens frei.

Ein Wochenende später kommen die Konzerte mit „Caribbean Glow“ und einem „Lütt’n Mischmasch“ (jeweils 14 bis 18 Uhr) nach Bergedorf. Ein Highlight werden „Yared Dibaba & die Schlickrutscher“ sein, die hier schon einmal im ausverkauftem Haus im Park begeisterten.

Die beiden Bergedorfer Konzerte:

Sonnabend, 17. Oktober

Eintritt: 10 Euro

14.00: Papito Chango’s Pi a Pa spielen eine Mischung aus Salsa und Santeria - das ist die Musik einer afro-amerikanischen Relionsrichtung auf Kuba

15.30: Das Massa Dembele Duo aus Burkina Faso hat sich auf Desert-Musik spezialisiert und spielt Instrumente wie Balafon, Ngoni und Djembe

16.30: Aus São Paulo stammt die Truppe Emersound, die mit einem Mix aus Reggae, Samba, Hip-Hop und Ska Funk auftritt

Sonntag, 18. Oktober

Eintritt: 15 Euro

14.00: Aus Chicago stammt der Songwriter und Produzent Marshall Titus, dessen kräftige Soul-Stimme auch gern gegen Rassismus ansingt

15.00: Eigenwillig interpretierten Blues, Rock und Soul bieten seit zehn Jahren die Backyard Affairs aus Hamburg

16.30: Sie können Evergreens und Weihnachtslieder op Platt mit modernen Schlagzeugbeats kombinieren: So überraschen Yared Dibaba & die Schlickrutscher