Sanierung und Anbau

Benefiz-Konzert in der Hasse-Aula in Bergedorf

Jugendstil in seiner schönsten Form: Im Jahr 1909 wurde die Hasse-Aula mit ihren 335 Sitzplätzen an der damaligen Volksschule eingeweiht.

Jugendstil in seiner schönsten Form: Im Jahr 1909 wurde die Hasse-Aula mit ihren 335 Sitzplätzen an der damaligen Volksschule eingeweiht.

Foto: Kultur- & Geschichtskontor

Im Herbst 2021 soll der große Umbau der Hasse-Aula in Bergedorf starten. Am Sonntag gibt es ein Benefiz-Konzert für neue Stühle.

Bergedorf. Werke von Peter Tschaikowski und anderen Komponisten erklingen jetzt am Sonntag in der , wenn die „Serenade für Dornröschen“ gespielt wird. Das um 18 Uhr beginnende Benefizkonzert (Eintritt 2 Euro, Spenden sehr erwünscht) gestalten Sigrun Albert (Violoncello), Friedrich Eckart (Violone) und Kirchenmusikerin Uta Leber. Sie schwärmt von der 1909 erbauten Orgel mit ihren zehn Registern – weiß aber auch, wie wichtig eine Sanierung ist: „Unter jeder Pfeife ist eine Lufttasche aus teils brüchigem Leder.“

Die 200.000 Euro teure Orgel-Sanierung ist aber nunmehr das kleinste Projekt der Rudolf-Steiner-Schule, die die Hasse-Aula per Erbbauvertrag von der Stadt übernommen hat. Etwa 4,5 Millionen Euro sollen bald hinter der Jugendstil-Fassade verbaut werden: Geplant ist, das komplette Ensemble für Gehbehinderte erreichbar zu machen. Dazu wird es hinter dem Haus einen dreigeschossigen Anbau mit etwa 450 Quadratmetern geben – samt Aufzug. Außerdem kommen ein Foyer, sanitäre Anlagen, Garderoben, Lager und Künstlerräume hinter der Bühne dazu.

Sanierung der Hasse-Aula sollte im Sommer starten

Noch ist die komplette Finanzierung nicht festgezurrt, so Geschäftsleiter Thomas Schramm: „Wir jonglieren mit vielen Fördertöpfen, aber es sieht ganz gut aus.“ Dabei helfen nicht nur 500.000 Euro an Eigenmitteln, sondern auch Denkmalschutzmittel des Bundes, der Sanierungsfonds der Bürgerschaft und das Rise-Programm zur Stadtteilentwicklung, das die Hälfte der Kosten übernehmen möge.

Schon in diesem Sommer waren die ersten Bauarbeiter erwartet worden. Doch dann brach die Corona-Pandemie aus. Daher kam es bei manchen Projekten (so auch die Sanierung der Bleichertwiete und das neue Körber-Haus) zu Verzögerungen – wobei zeitgleich die Förderung von Bergedorf-Süd ausläuft. Schramm: „Sobald wir feste Kosten nennen können und einen Antrag stellen, dürfen wir wohl auf eine Verlängerung hoffen.“

Beim Konzert wird für neue Bestuhlung gesammelt

Die Ausschreibung für die Architekten ist längst versandt: Fünf Büros hatten sich beworben, am Freitag nun soll der Sieger ausgewählt werden. Wenn dann Planung und Bauantrag Gestalt annehmen, könnte im Herbst 2021 mit dem Abriss des alten Anbaus hinter der Hasse-Aula begonnen werden.

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Aber es fehlt noch Geld: Daher wird beim Benefiz-Konzert für eine neue Bestuhlung (für 40.500 Euro) gesammelt. Gut 70 Zuhörer sind ohne Anmeldung willkommen.