Wochenende 26./27. September

Bergedorf traut sich was: Offener Sonntag und Landmarkt

Rückblick in die Zeit vor Corona: So wie auf diesem Foto vom Landmarkt 2017 soll es auch im kommenden September wieder werden – nur mit etwas mehr Abstand und an machen Stellen auch mit Maske.

Rückblick in die Zeit vor Corona: So wie auf diesem Foto vom Landmarkt 2017 soll es auch im kommenden September wieder werden – nur mit etwas mehr Abstand und an machen Stellen auch mit Maske.

Foto: Ulf-Peter Busse / BGZ

Hygienekonzept steht, Genehmigung vom Bezirksamt liegt vor. Jetzt startet Bergedorfs Wirtschaftsverband WSB die Vorbereitungen.

Bergedorf. Es soll ein Stück Normalität sein, das zum Bummeln durch Bergedorfs City und ihre Fußgängerzonen einlädt: Um den verkaufsoffenen Sonntag am 27. September zu ermöglichen, hat der Wirtschaftsverband WSB die Vorbereitung des traditionellen Bergedorfer Landmarkts auf der Alten Holstenstraße und im Sachsentor gestartet.

Zeichen setzten für Attraktivität der Bergedorfer Innenstadt

„Die Genehmigung vom Bezirksamt liegt vor, also beginnen wir jetzt mit der konkreten Planung“, sagt WSB-Geschäftsführer Marc Wilken. „Nachdem der vergangene offene Sonntag Anfang April wegen der Corona-Pandemie ausgefallen ist, wollen wir nun endlich wieder ein Zeichen für die Attraktivität unserer Innenstadt und ihrer Geschäfte setzen. Wie in den vergangenen 14 Jahren wird es ein buntes Markttreiben geben, wenn auch mit etwas mehr Abstand zwischen den Ständen und Maskenpflicht, wo sie nötig ist.“

Zusätzliches Personal zur Einhaltung der Hygiene-Vorschriften

Was locker klingt, basiert auf einem detaillierten Hygienekonzept, das vom Verbraucherschutzamt geprüft wurde. Für die Einhaltung wird der WSB am Wochenende 26./27. September mit zusätzlichem Personal sorgen. Auch das ist Grundlage der Genehmigung.

„Wichtiger Schritt, um Gäste nach Bergedorf zu locken“

„Seit einigen Wochen kehrt bei vielen Menschen wieder der Spaß am Einkaufsbummel zurück. Da ist es ein wichtiger Schritt, den nächst möglichen verkaufsoffenen Sonntag zu nutzen, um neue Gäste nach Bergedorf zu locken“, sagt Juwelierin Birgit Koch-Schallenberg von der Goldschmiede Jean Koch: „Natürlich werden wir öffnen.“

Shopping-Vielfalt trotz Corona zeigen

Das tut auch Martina Willhoeft, die sowohl mit ihrem traditionellen Fachgeschäft für Herrenausstattung als auch mit dem neuen „Azur“ Damenmoden am Sachsentor 50 dabei ist. „Hoffentlich machen uns die Corona-Zahlen keinen Strich durch die Rechnung. Bergedorf muss endlich wieder zeigen, welche Shopping-Vielfalt es trotz Corona hat.“ Dazu will sie bis Ende September die Damenmoden von „Azur“ um einen Anbieter von Accessoires oder Schuhen ergänzen.

Größte Veranstaltung in Bergedorf seit Anfang der Corona-Beschränkungen

Marc Wilken setzt darauf, durch Landmarkt und offenen Sonntag Besucherzahlen wie an einem guten Wochenende nach Bergedorf zu locken: „Die früher üblichen bis zu 90.000 Menschen werden es wohl eher nicht sein. Aber ich setze schon darauf, dass es die größte Veranstaltung in Bergedorf wird, seit die Corona-Beschränkungen im März begannen.“ Dafür brauche es auch den Landmarkt, „denn ohne ihn darf es laut Hamburger Ladenöffnungsgesetz gar keine Sonntagsöffnung in Bergedorf geben“.

Gastronomie-Pilotprojekt in der Schlossstraße noch bis Oktober

Ein Abstecher in die Bergedorfer Schlossstraße lohnt dieses Mal besonders: Dort ist vor den Gastronomiebetrieben neuer Platz für die Außengastronomie geschaffen worden. Das Pilotprojekt läuft noch bis zum 15. Oktober.