Bergedorf

Ein bisher unbekannter Täter wollte Hündin Luna töten

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Beinahe vorwurfsvoll schaut „Luna“, die französische Bulldogge von Ehepaar Papke. Das sechsjährige Tier ist sehr neugierig und frisst gern – beinahe hätte „Luna“ einen Fleischköder mit Rasierklinge geschluckt.

Beinahe vorwurfsvoll schaut „Luna“, die französische Bulldogge von Ehepaar Papke. Das sechsjährige Tier ist sehr neugierig und frisst gern – beinahe hätte „Luna“ einen Fleischköder mit Rasierklinge geschluckt.

Foto: Anne Strickstrock / BGZ / Anne Strickstrock

Französische Bulldogge klagt Tierhasser über Facebook an. Bei der„Klangbar“ hatte ein Stück Fleisch mit einer Rasierklinge gelegen.

Bergedorf. Das war hinterhältig und gemein: Auf der Treppe zur „Klangbar“ im Suhrhof lag ein Stück Fleisch im Hortensien-Kübel, gespickt mit einer scharfen Rasierklinge. „Die hätte unseren Hund, der wie ein Familienmitglied ist, locker töten können“, empören sich die Betreiber Silke und Heiko Papke.

Im Namen ihrer sechsjährigen „Luna“ schrieben sie dem Attentäter einen Brief – via Facebook: „Wie du liebe ich es, draußen herumzutollen und genieße mein Leben“, richtet sich das Tier an den Hundehasser. Der wolle selbst sicher kein Gift und keine Rasierklinge schlucken – „aber mich wolltest du bestialisch und qualvoll töten“.

Ehepaar hat bei der Polizei Anzeige erstattet

Es folgt noch ein Appell an das (hoffentlich) schlechte Gewissen: „Wie kannst du mit der Unwissenheit schlafen, ob du vielleicht schon einem Kind den Spielkameraden, einer alten Frau den einzigen Bezugspartner oder einem einsamen Menschen den Seelentröster genommen hast?“

Gut 400 Kommentare folgten, denn viele Facebook-Nutzer sind empört über diesen offensichtlichen Hass auf Tiere. „Sowas kann doch keiner verstehen, wir müssen unsere Tiere besser schützen“, meint Heiko Papke und will nun die Bestrafung des Täters der Justiz überlassen: „Wir haben bei der Polizei Anzeige erstattet und das Veterinäramt benachrichtigt.“

Die Eisentür zur Musikkneipe im ersten Stock war mit einem Schloss gesichert. Wahrscheinlich kletterte der Täter über das seitliche Geländer, um den Köder zu platzieren.

Videoanlage und zwei feste Tore sollen vor Fremden schützen

Noch in der kommenden Woche soll nun eine Videoanlage im Suhrhof installiert werden: „Darüber haben wir mit unserem Vermieter schon Monate vorher gesprochen. Außerdem hat uns Tobias Derndinger zugesagt, dass der Hof zu beiden Seiten feste Tore bekommt, sobald das benachbarte Hotel eröffnet wird“, sagt Heiko Papke. Das habe zudem den Vorteil, dass Tische und Stühle nicht immer über Nacht weggeräumt werden müssten.

( stri )

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