Verwaltung

Bergedorfer Bezirksamt übt für den Neustart nach Corona

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Christina Rückert
Rathaus und Bezirksamt Bergedorf

Rathaus und Bezirksamt Bergedorf

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Verwaltung bereitet sich auf Öffnung der Dienststellen vor. Dafür muss noch einiges getan werden.

Bergedorf. Etwa 2000 Dokumente, darunter Personalausweise oder Reisepässe, liegen derzeit abholbereit im Kundenzentrum des Bergedorfer Bezirksamtes. Ungewöhnlich viele: „Es gibt einen gewissen Stau“, stellt Bergedorfs Verwaltungsdezernent Ulf von Krenski fest. Denn Corona hat Hamburgs Publikumsdienststellen teilweise lahmgelegt: Seit Mitte März wurde fast nur noch telefonisch beraten, persönliche Termine wurden nur im dringenden Einzelfall ausgemacht. Nun aber laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für einen Neustart der behördlichen Dienstleistungen – falls wie erhofft vielleicht schon im Mai wieder Termine vergeben werden können.

Noch ist zwar offen, wann auch das Kundenzentrum im CCB (unter anderem Einwohneramt, Grundsicherung, Jugendamt) wieder öffnen darf. Doch die Hygiene- und Sicherheitskonzepte wollen vorbereitet sein: Mit Flatterband, Klebestreifen und Umbauten wird das Dienstleistungszentrum derzeit fit gemacht für eine Rückkehr der Kunden. „Es wird aber nur eine schrittweise Rückkehr zur Normalität“, so Verwaltungsdezernent von Krenski.

Das soll sich ändern

Einige Änderungen sind geplant: So werden wohl keine spontanen Besuche mehr möglich sein – Termine müssen dann vorher online oder telefonisch vereinbart werden. „Wir müssen sicherstellen, dass die Abstände gewahrt bleiben“, so von Krenski – und das gehe nicht, wenn zu viele Menschen das Gebäude betreten. Zudem gibt es ein praktisches Problem: Im Wartebereich des Einwohneramtes wurden die Sicherheitsabstände vergrößert. Dadurch ist dort nur noch Platz für etwa fünf bis acht Wartende.

An den Eingängen unten am CCB sowie oben vorm Kundenzentrum wird künftig Sicherheitspersonal stehen müssen – damit es nicht doch auf dem Weg zum zweiten oder dritten Stockwerk zu einem Stau kommt, etwa im Aufzug.

Diensstellen sollen umgebaut werden

Ob die Öffnungszeiten, bisher von 7 bis 19 Uhr, so bleiben können, ist ebenfalls offen. „Vielleicht müssen wir sie entzerren und Schichten einführen“, so von Krenski – damit sich nicht zu viele Kollegen begegnen.

Auch andere Dienststellen des Bezirksamtes wie das Zentrum für Wirtschaft und Bauen werden derzeit überprüft und bei Bedarf so umgebaut, dass die Sicherheitsabstände stets gewahrt bleiben.

„Das Thema wird uns sicher noch ein Jahr begleiten“, schätzt von Krenski. Normalität werde es im Amt so schnell nicht geben. Zumindest einen Vorteil hat das: Weil derzeit kaum jemand einen Urlaub plant und einen Ausweis braucht, wird der sonst übliche Ansturm vor den Ferien wohl ausbleiben.

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