Covid-19

Coronavirus: Bergedorfs Polizei trauert um toten Kollegen

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Das Bergedorfer Polizeikommissariat am Ludwig-Rosenberg-Ring. Zuletzt war Stephan H. in der Außenstelle in Neuallermöhe eingesetzt.

Das Bergedorfer Polizeikommissariat am Ludwig-Rosenberg-Ring. Zuletzt war Stephan H. in der Außenstelle in Neuallermöhe eingesetzt.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Stephan H. hatte sich im Skiurlaub mit dem Virus infiziert. Der 57-Jährige wurde im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt.

Bergedorf/Neuallermöhe. Nun hat auch der erste Polizist in Hamburg den Kampf gegen das Coronavirus verloren. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, starb der in der Außenstelle in Neuallermöhe tätige Polizeioberkommissar Stephan H. im Alter von 57 Jahren in einer Hamburger Klinik. Dort war er zuletzt in ein künstliches Koma versetzt worden. Zunächst hatten die Ärzte im Bethesda Krankenhaus wochenlang um des Leben des 57-Jährigen gekämpft.

„In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen“

Der Beamte war Anfang März aus dem Skiurlaub in die Hansestadt zurückgekehrt. Bereits auf der Rückreise bemerkte er coronatypische Symptome und begab sich in häusliche Quarantäne. H. litt unter einer schwereren Vorerkrankung. „In Gedanken sind wir jetzt bei seinen Angehörigen und Freunden“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren.

Bergedorfs Polizeichef Olaf Sobotta zeigte sich tief erschüttert: "Die gesamte Hamburger Polizei und insbesondere die Bergedorfer Polizei ist tief betroffen und sehr traurig über den Verlust ihres Kollegen."

97 weitere Fälle in der Hansestadt nachgewiesen

Wie die Gesundheitsbehöde am Sonnabend mitteilte, sind in Hamburg sind 97 weitere Fälle von Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Damit liege die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle insgesamt bei 3739. Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 56 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin hat bei 42 dieser Menschen die Infektion als Todesursache festgestellt. Am Vortag waren es 38.

90 Patienten werden intensivmedizinisch betreut

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 257 Hamburgerinnen und Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, sieben weniger als am Vortag. Davon werden 90 Personen intensivmedizinisch betreut, das sind drei mehr.

Über Ostern veröffentlichen die Behörden keine Zahlen der Genesenen. Auch die Angaben zu den Neuinfektionen gelten nur vorläufig, da es bei der Erfassung und Aufbereitung der Daten zu Verzögerungen kommen kann.

( HA/bz/dpa )

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