Coronavirus

Bethesda: Erste Patienten liegen auf Isolierstation

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Blick auf die Eingangstür zur acht Betten großen Isolierstation für Corona-Patienten im Bethesda Krankenhaus.

Blick auf die Eingangstür zur acht Betten großen Isolierstation für Corona-Patienten im Bethesda Krankenhaus.

Foto: Bethesda Krankenhaus / Connie Gudert / Bethesda Krankenhaus

Lebensgefahr besteht laut Klinik derzeit nicht. 62-Jähriger wird mit Antibiotika behandelt. Auch 54-Jährige schwer erkrankt.

Bergedorf. Die Corona-Isolierstation des Bethesda Krankenhauses hat ihre ersten Patienten. Der akute Verdachtsfall vom Montag, ein 62-Jähriger Bergedorfer, hat sich bestätigt. Wo er sich infiziert hat, ist nach den Worten von Notaufnahme-Chefarzt Dr. Hanns Bredereke-Wiedling unklar: „Er war weder in einem Risikogebiet noch hatte er wissentlich Kontakt mit einem Erkrankten.“

Zudem habe sich bei ihm auf die Corona-Infektion noch eine bakterielle Lungenentzündung gesetzt. Dennoch sei sein Zustand nicht lebensbedrohlich, so Bredereke-Wiedling. „Er wird auf der Isolierstation mit Antibiotika gegen die Lungenentzündung versorgt und erhält zusätzlich Sauerstoff. Eine Verlegung zu den Beatmungsgeräten auf der Intensivstation ist bisher nicht erforderlich.“

Auch eine 54-jährige Frau wurde Dienstag aufgenommen. Die Bergedorferin war mit ihrem Mann auf einer Skireise, kam bereits am vergangenen Donnerstag mit dem Infektionsrettungswagen ins Bethesda Krankenhaus. Sie wurde positiv getestet, wies aber keine bedrohlichen Krankheitssymptome auf, sodass sie zunächst in häusliche Quarantäne entlassen wurde. Auch ihr Mann hat Corona, allerdings ohne dass die Krankheit bei ihm ausgebrochen ist.

Mit beiden blieb die Klinik in täglichem telefonischen Kontakt. Am Dienstag verschlechterte sich der Zustand der Frau, sodass Hanns Bredereke-Wiedling sie auf die Isolierstation holte.

Täglich kommen nach seinen Worten zwischen zehn und 20 Patienten mit Grippe-Symptomen ins Bethesda, „wobei es sich fast immer um die für die Jahreszeit typischen Infekte der oberen Atemwege handelt“, so der Chefarzt. „Sie werden dann auch nicht auf Corona getestet. Das wäre in solchen Fällen ohnehin Sache der mobilen Abstrich-Teams, die unter den Rufnummern 116 117 oder 040/428 28 40 00 zu erreichen sind.“ Drei Patienten schätzte Bredereke-Wiedling wegen typischer Corona-Anzeichen wie hohem Fieber und starkem Husten aber als Verdachtsfälle ein. Die Testergebnisse lagen Dienstagabend noch nicht vor.

( upb )

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