Vapiano-Nachfolger

Er plant gleich zwei neue Restaurants in Bergedorf

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Anne K. Strickstrock
Hier  werden künftig auch Burger serviert: Koch Ben Péporté präsentiert das neue Restaurantkonzept in den Räumen an der Bergedorfer Straße.

Hier werden künftig auch Burger serviert: Koch Ben Péporté präsentiert das neue Restaurantkonzept in den Räumen an der Bergedorfer Straße.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

In das Gebäude des ehemaligen „Vapiano“ ziehen gleich zwei Gastro-Konzepte ein: Neben Nudeln und Pizza gibt es dort künftig auch Burger.

Bergedorf.  Das ging schnell: Vor Weihnachten hatte die angeschlagene Restaurantkette „Vapiano“ nach drei Jahren ihre Filiale an der Bergedorfer Straße 131 geschlossen. Schon hat Vermieter Luserke Vermögensverwaltung GmbH Nachfolger für das insgesamt 783 Quadratmeter große Objekt gefunden: „Nudeln und Pizza werden bleiben, jetzt kommen noch Burger dazu“, verrät Joachim Luserke. Im Obergeschoss hat er zudem Platz für einen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer geschaffen.

Die neuen Mieter im Erdgeschoss sind die gastronomischen Marken „Ciao Bella“ und „Ruff’s Burger“, die unter dem Dach der Gustoso-Gruppe agieren. Bereits 50 Standorte zählt die italienische Restaurantkette „Ciao Bella“ seit ihrer Gründung in Hamburg im Jahr 2006. Der geschäftsführende Gesellschafter Navid Saidi setzt auf eine Bergedorfer Neueröffnung Anfang Mai: „Das ist ein toller Standort, wir sind stolz, uns mit einer Trattoria in Bergedorf ansiedeln zu können.“

Das Konzept, hausgemachte Pizza, frische Nudeln, Salat und Antipasti anzubieten, ist schon 13-fach in Hamburg umgesetzt – etwa in der Rindermarkthalle, der Hamburger Meile, der Europapassage und am Hauptbahnhof.

In Bergedorf seien über 100 Sitzplätze geplant, die (erstmals) mit einer weiteren Marke geteilt werden: „Das ist wie ,two in one’. Eine Familie kann sich etwa die ganze Bandbreite aus unserer offenen Küche aussuchen“, sagt Alexander Kleinhans, Geschäftsführer der Münchner „Ruff’s Burger Restaurant GmbH“. Sie hat bereits 14 Standorte, der nördlichste liegt bislang in Leverkusen. Jetzt also soll das Logo – ein Cowboy sitzt rückwärts auf einem Rind – auch im Norden mit dem Spruch „echt und ehrlich“ bekannt werden. Und das ausgerechnet mit einem Gesamtgeschäftsführer aus Luxemburg.

In der Stadt Luxemburg gründete Koch Ben Péporté 2008 eine Grill-National-mannschaft. „Ein Jahr später waren wir bei der Meisterschaft in den USA, in der Fabrik von Jack Daniels“, schwärmt der 36-Jährige, der auch mehrfach bei der Deutschen Grillmeisterschaft antrat. Der neue Franchisenehmer in Bergedorf kennt sich bestens mit Bier- und Grillkreationen aus und eröffnete 2013 in Luxemburg sein „Ben’s Beer and Barbecue – BBBQ“.

Es kam ein festerer Standort für seinen zehn Meter langen „Airstream“ (Baujahr 1968) hinzu, aus dem Streetfood verkauft wurde. „Und ich hatte eine eigene RTL-Grillshow, bei der ich auch Rezepte verraten habe.“ 2017 eröffnete Péporté in der Stadt Esch zudem mit zwei Freunden ein Café. Dort wird auch das „Ben’s Beer“ ausgeschenkt, das nur einmal jährlich mit frischem Hopfen gebraut wird.

Wie kam der Mann jetzt aber auf Bergedorf? „Meine Freundin hat hier bei der Hauni einen guten Job gefunden und will bleiben. Und da ein Luxemburger in einer Großstadt nicht leben kann, ist Bergedorf geradezu perfekt“, sagt er verschmitzt. Jetzt also will er sein Glück im ehemaligen „Vapiano“ versuchen, wird handgemachte Burger anbieten, Spareribs und belgische Pommes: „pimp your fries“ heißt es, wenn Pommes mit Trüffel, Knoblauch oder Curry kreiert werden.

„Wichtig ist mir, dass die meisten Produkte direkt aus der Region kommen“, betont der Koch, der Wert auf Qualität legt: „Wir sind schließlich keine Kantine, sondern wollen die Leute gut bedienen. Wenn alles klappt, gibt es dazu noch eine Cocktail-Lounge.“

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