"Schilfpark"

Curslacker Neuer Deich: Nun doch eine Ampel

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Wer aus der Straße Am Schleusengraben auf den Curslacker Neuen Deich einbiegen will, braucht viel Geduld.

Wer aus der Straße Am Schleusengraben auf den Curslacker Neuen Deich einbiegen will, braucht viel Geduld.

Foto: Foto / NEWS & ART

Provisorische Anlage Höhe Am Schilfpark soll noch vor dem Sommer kommen. Auch ein Umbau der Einmündung wurde laut Behörde angeschoben.

Bergedorf. Für eines der größten Ärgernisse der vergangenen Monate in Bergedorf zeichnet sich eine Lösung ab: Nach langem Beharren der Bergedorfer Bezirkspolitik wird die gefährliche Einmündung Am Schleusengraben/Curslacker Neuer Deich nun wohl bald durch eine Ampel entschärft. „Ja, es wird zeitnah eine provisorische Ampel an der Kreuzung eingerichtet“, bestätigt Christian Füldner, Sprecher der Behörde für Wirtschaft, Verkehr, Innovation (BWVI). Der zuständige Landesbetrieb Verkehr arbeite bereits mit der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) daran „und hofft auf eine Umsetzung noch vor Ende des zweiten Quartals“.

Auch ein Umbau der Kreuzung ist geplant

Mehr noch: Auch ein Umbau des dortigen Bereichs soll mittelfristig erfolgen. Eine Planung inklusive Einrichtung einer Bushaltestelle „wurde bereits initialisiert“, formuliert Füldner. Die Planung benötige aber „noch mehr Vorlauf, weshalb wir hier zur Zeitschiene noch nichts sagen können“. Und weil es noch länger dauert, „setzen wir jetzt erst einmal kurzfristig um, was wir können und werden die provisorische Ampel einrichten“.

Denn es gibt Handlungsbedarf. Das Wohn- und Gewerbegebiet „Schilfpark“ mit 369 Wohnungen, vielen größeren und kleineren Unternehmen und zudem bald zwei Kitas hat sich stetig mit Leben gefüllt: Nur noch etwa 30 Mietwohnungen sind in den fertiggestellten Abschnitten zu haben, alle anderen bereits vermietet.

Zum Auto gibt es für Anwohner kaum eine Alternative

Viele Anwohnerautos werden deshalb schon bald die Einmündung zur Hauptstraße Curslacker Neuer Deich nutzen wollen. Doch vor allem das Linksabbiegen in Richtung Bergedorfer Innenstadt ist dort höchst gefährlich. Verkehr auf insgesamt fünf Fahrstreifenden sowie dem Radweg muss beachtet werden. Zudem wird auf dem Curslacker Neuen Deich dort häufig zu schnell gefahren.

Die Anwohner haben derzeit indes kaum eine Alternative zum Auto. Denn noch immer ist die seit Langem versprochene Fußgängerbrücke nicht gebaut, die eine kurze Rad- und Fußverbindung über den Schleusengraben nach Nettelnburg darstellen würde. Ihr Bau wird in den Behörden durch Formalitäten aufgehalten. Um zumindest die Schulkinder sicher nach Nettelnburg zu bringen, hatte der Bezirk bereits erwogen, eine Schulbusverbindung anzubieten. Das ist laut Bezirk derzeit aber noch in Prüfung.

Provisorium wird wohl länger bleiben müssen

Die „provisorische“ Ampel dürfte indes eine Lösung für längere Zeit sein. Denn die Planung für einen Umbau der Einmündung wird eine Rechnung mit vielen Unbekannten sein. Grund: Derzeit ist noch gar nicht klar, wie es auf der anderen Seite des Curslacker Neuen Deichs, gegenüber vom „Schilfpark“, weitergehen wird. Dort soll sich Forschung und vielleicht auch das Unfallkrankenhaus Boberg ansiedeln. Doch diese Pläne stehen noch ganz am Anfang.

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