August-Bebel-Straße

Wenn korrekt geparkte Autos ein Verkehrschaos auslösen

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An der August-Bebel-Straße gab es offenbar Knöllchen: Nun parken alle Autos auf der Straße statt halb auf dem Gehweg und niemand kommt durch, klagt Anwohner Niels Buchner.

An der August-Bebel-Straße gab es offenbar Knöllchen: Nun parken alle Autos auf der Straße statt halb auf dem Gehweg und niemand kommt durch, klagt Anwohner Niels Buchner.

Foto: Foto: / Rückert

Weil offenbar vor einiger Zeit Knöllchen geschrieben wurden, parken jetzt alle Autos am Straßenrand statt auf dem Gehweg. Konsequenz: Chaos.

Bergedorf. Sie grenzt an Friedhof und Sternwarte, ist gesäumt von Einfamilienhäusern – und könnte durchaus beschaulich sein. Doch die August-Bebel-Straße ist auch Anfahrtsweg zum Friedhof, Abkürzung nach Wentorf und Parkfläche – und taugt in diesem Spannungsfeld immer mal wieder für Ärger. So auch jetzt: Weil Autos seit einigen Wochen vermehrt auf der Straße statt wie sonst halb auf dem Gehweg parken, seien „hupende Autos, pöbelnde Fahrer, täglich sich verkeilende Autos und ein Bus, der nicht mehr durchkommt“ an der Tagesordnung, sagt Anwohner Niels Buchner.

Der Gehweg ist ausreichend breit

Eigentlich, so meint er, sei immer alles in schönster Ordnung gewesen: In Höhe der Höppnerallee, beim Restaurant Zur Sternwarte, parken die Autos in Richtung Bergedorf meist fast komplett auf dem sandigen Gehweg. Der ist so breit, dass ausreichend Platz für Passanten, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen bleibt.

Zudem werde der Gehweg selten genutzt, meint Niels Buchner, der seit 26 Jahren in der Gegend wohnt. Doch Fakt ist auch: Das Parken auf dem Weg ist verboten. Denn es gibt keine Schilder, die es explizit erlauben. Dennoch wurde das Parken meist geduldet.

Problem begann vor drei Monaten

Etwa vor drei Monaten, so schätzt Niels Buchner, müssen die parkenden Autos nun aber plötzlich aufgeschrieben worden sein. Denn seit mehreren Wochen stellen die meisten Fahrer ihre Autos auf der Straße ab – in beiden Richtungen. Konsequenz: Die Fahrbahn ist so eng, dass Autos und vor allem auch VHH-Busse teilweise nicht durchkommen oder sich verhaken.

„Die Situation ist chaotisch“, sagt Anwohner Buchner. „Einen Unfall habe ich sogar live erlebt.“ Auch die Inhaber des angrenzenden Restaurants hätten ihm erzählt, wie problematisch die Situation sei.

Polizei: „Wir sehen uns das an“

„Wir werden uns das Anfang Januar ansehen“, sagt Bergedorfs Verkehrspolizeichef Axel Kleeberg. Derzeit ist ihm nicht bekannt, ob und wann dort aufgeschrieben wurde. „Aber wenn, dann hat es vermutlich eine Beschwerdelage gegeben.“ Fakt sei ja, dass das Parken auf dem Gehweg nicht gestattet sei.

Für Diskussionen, ob dort Handlungsbedarf besteht, sei es zu früh. „Eine Beschwerde von den VHH ist bei uns nicht eingegangen.“ Die Situation an der Straße neu zu ordnen und beispielsweise das Parken auf dem breiten Gehweg zu erlauben, sei zudem gar nicht so einfach: „Das müsste das Bezirksamt erstmal prüfen.“

Bezirksamt müsste Schäden beheben

Langfristig koste so eine Parkregelung Geld: Denn auf dem Gehweg entstehende Schäden müssten dann ja vom Bezirksamt behoben werden.

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