Hamburg

Schäden und Polizeieinsatz – S-Bahn-Verkehr massiv gestört

Eine S21 Richtung Aumühle (Archivbild).

Eine S21 Richtung Aumühle (Archivbild).

Foto: imago images / Rüdiger Wölk

Am Freitagnachmittag kam es im Feierabendverkehr gleich auf mehreren Strecken zu Ausfällen und großen Verspätungen.

Hamburg. Im freitäglichen Feierabendverkehr ist es gleich auf mehreren S-Bahn-Strecken in Hamburg zu erheblichen Problemen und großen Verspätungen gekommen. Um kurz nach 17 Uhr wurde der Betrieb der Linien S3 und S21 zwischen den Haltestellen Diebsteich/Altona und Eidelstedt eingestellt. Auch überregionale Züge waren von der Sperrung betroffen.

Grund: Am Bahnhof Langenfelde waren Graffiti-Sprayer im Gleisbett gesichtet worden. Die Bundespolizei begab sich auf die Suche, konnte aber nach etwa 20 Minuten Entwarnung geben. "Der Verdacht hat sich nicht bestätigt", sagte ein Polizeisprecher dem Abendblatt. Der Zugbetrieb wurde wiederaufgenommen.

Stellwerksstörung – Strecke nach Blankenese unterbrochen

Aber kaum dass es hier Entwarnung gab, ging im Hamburger Westen nichts mehr: Eine Stellwerksstörung am Bahnhof Hochkamp führte dazu, dass der Betrieb der Linien S1 und S11 zwischen Blankenese und Klein Flottbek vollständig eingestellt werden musste.

Doppeltes Pech für die Wartenden: Ein Ersatzverkehr mit Bussen konnte nicht eingerichtet werden, da nicht genügend Fahrzeuge zur Verfügung standen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Ersatzweise wurden Taxis angefordert. Aber die reichten offenbar bei Weitem nicht aus.

Die Störung war erst gegen 20 Uhr behoben.

Defekte S-Bahn blockiert Strecke nach Bergedorf

Zuvor hatte eine schadhafte S-Bahn Reisende im Hamburger Südosten vor eine Geduldsprobe gestellt. Der Zug war gegen 16.30 Uhr am Bahnhof Billwerder-Moorfleet aufgrund eines Defekts liegen geblieben, wie der Bahn-Sprecher sagte. Die Strecke war infolgedessen blockiert, der Verkehr zwischen Berliner Tor und Bergedorf habe deutlich eingeschränkt werden müssen.

Es kam zu größeren Verspätungen auf den Linien S21 und S2, da die Stelle wegen der Störung nur eingleisig befahrbar war.

Gegen 17 Uhr konnte der schadhafte Zug aus dem Bahnhof geschleppt werden. Bevor sich der Betrieb normalisierte, führte allerdings noch eine Weichenstörung zu weiteren Verspätungen.

Bereits am Nachmittag war es auf der Verbindungsbahn (Dammtorlinie) zu Problemen gekommen. Wegen einer Betriebsstörung verkehrten die Linien S11, S21 und S31 zeitweise als S1, S2 und S3 durch den Citytunnel.