Bugenhagenkirche

Modernes Update für das ehrwürdige Gemeindehaus

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Anne K. Strickstrock

Foto: Anne Strickstrock / BGZ / Anne Strickstrock

Nettelnburg. Frischer, offener und freundlicher soll das Gemeindehaus der Bugenhagenkirche werden. Geschätzte Kosten: 500.000 Euro.

Nettelnburg.  Der schöne Backsteinbau am Nettelnburger Kirchenweg aus dem Jahr 1958 steht schon längst unter Denkmalschutz. Das muss aber nicht heißen, dass das Gemeindehaus auch von innen altbacken aussehen muss. „Vor allem, seitdem die Kita 2012 ins eigene Haus umgezogen ist, ist klar, dass unser Gemeindehaus ein Update braucht, sich an die heutigen Bedürfnisse anpassen muss“, sagt Pastor Hartmut Sölter. Als Vorsitzender des Kirchengemeinderates hatte er ein Umbau- und Sanierungskonzept in Auftrag gegeben.

Von der großen Küche direkt auf die Terrasse

Demnach sollen schimmelige Wände und eine desolate Schiebetür verschwinden. Die Küche würde auf 22 Quadratmeter vergrößert, eine große Terrasse könnte zur vorgelagerten Wiese führen. „Auch den Eingangsbereich wollen wir umgestalten und eine offene Verbindung zur alten Sakristei schaffen“, erklärt Sölter.

Treppe als „architektonisches Meisterwerk“

Er weiß inzwischen, dass der Denkmalschutz einen wahren Schatz ausfindig gemacht hat: Die Treppe zum Jugend- und Seminarraum, die jetzt weitgehend zugebaut ist, gilt als „architektonisches Meisterwerk“. Selten sei heutzutage eine solche Kragtreppe mit einseitiger „Harfe“ – so nennt man die Streben von der Decke zu den Stufen.

Architektin Dorothea Pieper aus Hamm hat sich vorgenommen, auch eine behindertengerechte Toilette einzubauen. Zudem soll es hinter dem Gemeindehaus künftig einen etwa 30 Quadratmeter großen Wintergarten geben.

Pastor will behutsam abwägen

Und natürlich soll auch der Saal hübscher werden: Mindestens müssen neue Fenster und Heizkörper rein, alte Elektrik und Kacheln raus. „Wir sollten behutsam abwägen, was für unsere Gemeinde sinnvoll ist“, sagt der Pastor. Sölter weiß, dass nicht alle Ideen unumstritten sind: „Manche fürchten etwa um die Statik, weil eine tragende Wand weichen muss. Andere sorgen sich um die Kosten.“

Für die „Investition in die Zukunft“ der 2100 Gemeindemitglieder liegt eine erste, optimistische Kostenschätzung vor: Eine halbe Million Euro soll die Modernisierung kosten – wovon die Hälfte bereits gesichert ist: Baurücklagen, eine zweijährige Vakanz des Gemeindereferenten-Postens und nicht zuletzt ein Zuschuss von 70.000 Euro durch den Kirchenkreis machen es möglich. Kann die Bugenhagengemeinde auch die andere Hälfte stemmen?

25.000 Euro aus privaten Händen

Ob jemand handwerkliche Eigenleistungen (zum Beispiel Tischler- oder Sanitärarbeiten) einbringen kann, beim Abriss hilft oder Geld spendet, wird derzeit abgefragt. „Wir haben schon private Zusagen über 25.000 Euro in den nächsten beiden Jahren. Andere spenden vielleicht lieber erst nach dem Baustart“, hofft Sölter. Und: Eine Dame habe bereits Hilfe beim Fundraising versprochen.

Info-Abend im März

Wer Fragen und Anmerkungen zum geplanten Umbau hat, ist am Mittwoch, 20. März, willkommen. Von 19.30 Uhr an wird die Architektin ihre Ideen präsentieren. Hartmut Sölter: „Dann wollen wir sehen, ob das Konzept in unserer Gemeinde gut gelitten ist.“

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