Bergedorf

Das Leben schließt den Tod mit ein

Halbjahresprogramm  Haus im Park präsentiert Schwungvolles, Hintergründiges und Nachdenkliches

Bergedorf. . Nicht nur die reine Menge erstaunt: Vollgepackt mit 500 Einzelveranstaltungen inklusive Vorträgen, Gesprächsrunden, Beratungen, Ausflügen und mehr kommt das Halbjahresprogramm des Haus im Park für die Monate März bis August daher, gebündelt auf mehr als 50 Seiten im Heft „Das Leben leben“. Doch neben einigen bekannten und beliebten Elementen, die Dorothea Kerrutt (Leitung Kommunikation und Veranstaltung) und Susanne Kutz (Geschäftsführerin) mit ihrem Team zusammengestellt haben, soll auch ein neues Leitthema etabliert werden.

Leben mit dem Tod“ heißt eine Reihe, die – so morbid es klingen mag – sich ans „Hauptpublikum“, nämlich ältere Menschen, des Hauses am Gräpelweg 8 richtet. Doris Kreinhöfer, stellvertretende Hausleiterin, hat mit einigen Kooperanten interessante Programmpunkte kreiert: „Es soll klar sein, worüber wir sprechen.“ Wer neugierig geworden ist, sollte vom 11. April bis 9. Mai niemals den „Dialog mit dem Ende“ verpassen, eine Vernissage und Ausstellung mit dem Verein „Dialog im Dunkeln“, die im gesamten Foyer zu sehen ist.

„Vor dem Tod kommt allerdings ganz viel Leben“, sagt Dorothea Kerrutt. Darunter Glanzlichter und Klassiker wie die Altersbilder, Themensalon, Bewegtes Alter und mehr. Zu den Altersbildern kommt die langjährige Bundesministerin Brigitte Zypries am 26. März nach Bergedorf. Außerdem wird TV-Schauspielerin Thekla Carola Wied ihren zuletzt abgesagten Besuch am Donnerstag, 21. Februar, nachholen.

Gewiss schwungvoll: „MovINg Music“ (ab 1. März) ist ein besonderes Singprojekt im Zusammenspiel mit den Symphonikern Hamburg. Grundidee: An öffentlichen Orten in vielen Stadtteilen wird Musik gemacht – bis zum final großen Auftritt in der Laeiszhalle.

Hier fühle ich mich zu Hause“ war im vergangenen Jahr einer der Renner im Körber-Forum. Protagonisten sind Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt wurden und flüchten mussten. Susanne Kutz erläutert: „In diesem Format kommen die Menschen zu Wort, die im Exil leben und dennoch in einer fremden Stadt wie Hamburg Lieblingsorte gefunden haben.“ Friedrun Reinhold hat zehn Menschen fotografiert und interviewt. Vernissage ist am 21. März, Ausstellung vom 5. März bis 5. April.

Das war nur eine Auswahl: Das komplette Programmheft wird übrigens von einer kupfernen Banderole umschlungen. Nicht ohne Grund: „Die Körber-Stiftung feiert in diesem Jahr 60. Geburtstag, und Bergedorf mit dem Haus im Park hat eine besondere Rolle. Von hier aus ist Kurt-A. Körber losgegangen, um die Gesellschaft besser zu machen“, sagt Susanne Kutz. Letzteres ist auch der Leitspruch auf der Banderole. Sonderevents zum Anlass werden folgen.