Bergedorf

Damit Bergedorf eine Zukunft hat

Entwicklungskonzept Bürger können mitreden: Am 2. Februar geht es um den Weg des Bezirks bis 2035

Bergedorf. . Hamburgs rasantes Wachstum macht vielen Bergedorfern Sorgen, bedroht es doch die Identität als Stadt in der Metropole. Schlimmstenfalls könnte es zur „Wandsbekisierung“ kommen – dem Aufsaugen Bergedorfs durch Hamburg, wie es den vor 80 Jahren noch eigenständigen Städten Wandsbek oder auch Altona ergangen ist.

Um dagegen zu steuern, arbeitet das Bezirksamt mit Hochdruck am Bergedorfer Entwicklungskonzept – dem Leitbild für die Zukunftsplanung des Bezirks bis zum Jahr 2035. Besonders wichtig ist dabei die direkte Beteiligung der Bürger. Die bringen sich gern ein: 200 Gäste konnte Bezirksamtsleiter Arne Dornquast schon zum Auftakt im vergangenen August in der Stadtteilschule Bergedorf begrüßen – obwohl nur allgemein ins Thema eingeführt wurde.

Jetzt steht die inhaltliche Arbeit an: In zwei Wochen – am Sonnabend, 2. Februar – startet die Zukunftswerkstatt in der Aula des Gymnasiums Lohbrügge, Binnenfeldredder 5. Von 10 bis 17 Uhr sollen Bürger gemeinsam mit Experten in kleinen Arbeitsgruppen Details zu Bergedorfs Weg in die Zukunft entwickeln. Um den Tag organisieren zu können, bittet das Bezirksamt Interessenten um Anmeldung per E-Mail an: entwicklungskonzept
@bergedorf.hamburg.de
.

Um welche Themenfelder es geht, kristallisierte sich schon beim Auftakt vor einem halben Jahr heraus. So wird es um die Frage gehen, ob Bergedorf neben dem städtischen Kern weiter ein echtes Landgebiet haben soll. Ferner sind Ideen gefragt, wie das Bergedorfer Zentrum als Einkaufs- und Flaniermeile attraktiv und die Dörfer der Vier- und Marschlande lebensfähig bleiben können. Auch Gewerbeflächen sind Thema, für Handwerk, Handel und Logistik ebenso wie für Forschungseinrichtungen rund um Laser-Zentrum und Energie-Campus. Schließlich muss Bergedorf seinen bald 130.000 Einwohnern mehr Arbeitsplätze bieten, will es nicht zur Schlafstadt Hamburgs werden.

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden am Dienstag, 19. Februar, ab 18 Uhr im Forum des Gymnasiums Lohbrügge öffentlich präsentiert. Dann startet auch die Online-Beteiligung. Bis zum 15. März kann jeder unter www.hamburg.de/bergedorf mit Vorschlägen für die Zukunft des Bezirks dabei sein.