Komplizierte Planung

Parkleitsysteme für Pendler nicht vor 2019

Bergedorf.  Pendler kennen das Problem: Der angestammte P+R-Parkplatz ist schon voll, der Umweg zu einem anderen, vielleicht auch besetzten Parkhaus keine sichere Option. Parkleitsysteme, die die Pendler schon von den Ausfallstraßen zu freien P+R-Plätzen führen, sind deshalb schon länger geplant. Doch das Vorhaben stockt, sagt Heino Vahldieck, der Geschäftsführer der P+R- Betriebsgesellschaft: „Das ist kein triviales Thema, da wollen viele mitreden, zum Beispiel bei der Standortfrage“ – etwa die Polizei, die Bezirkspolitik und die Verwaltungen. Sicher werde die Umsetzung deshalb „nichts in diesem Jahr“, sagt er.

Anders als bei den bisherigen Parkleitsystemen sollen die neuen Tafeln vorrangig die P+R-Flächen bespielen, also Pendlern nützlich sein. Zwar steuern diese meist das selbe Parkhaus an. Aber auch da gebe es genug Situationen, bei denen sich durch ein Leitsystem Umwege vermeiden ließen, so Vahldieck: „Etwa wenn Stau ist oder Bahnen ausgefallen sind“, oder Parkhäuser aus anderen Gründen ausgelastet sind. Das Parkleitsystem ist hamburgweit geplant, also auch in Bergedorf.

Bereits ab diesem Jahr greift hingegen eine andere Maßnahme, um Autofahrern das Umsteigen auf Bus und Bahn schmackhaft zu machen. Auf Wunsch der Politik halbierte die Betriebsgesellschaft die Jahresgebühr für P+R-Parker: HVV-Abokarteninhaber zahlen dafür jetzt nur noch 100 statt 200 Euro pro Jahr. Vahldieck: „Das wird intensiv in Anspruch genommen.“