Geschwindigkeitsmessung

B5: Die neuen Blitzer bringen viel mehr Geld

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Christina Rückert
Mitte 2017 wurden die neuen Blitzer, hier in Höhe Heckkatenweg, aufgestellt. Seitdem bringen sie deutlich mehr Einnahmen als die alten Geräte.

Mitte 2017 wurden die neuen Blitzer, hier in Höhe Heckkatenweg, aufgestellt. Seitdem bringen sie deutlich mehr Einnahmen als die alten Geräte.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Bergedorf. Einnahmen sind um 46 Prozent gestiegen. Wurden 2017 mit den Geräten 173.000 Euro erwirtschaftet, so sind es nun 253.000 Euro.

Bergedorf.  Bergedorfs stationäre Blitzanlagen sind gnadenlos effizient: Die beiden neuen Lasersäulen, die Mitte 2017 an der B 5 installiert wurden, haben 2018 deutlich mehr Temposünder erfasst als die alten Vorgängeranlagen in den Jahren davor. Und dadurch auch – wie aus Angaben der Bußgeldstelle hervorgeht – viel mehr Einnahmen gebracht.

Anlagen lösen jährlich Tausende Male aus

Die beiden einzigen stationären Blitzer des Bezirks stehen an der meistbefahrenen Straße Bergedorfs: Etwa sechs Millionen Autos passieren jährlich die Lasersäule Höhe Heidhorst (Tempo 70), zirka drei Millionen Fahrzeuge die Anlage Höhe Heckkatenweg (Tempo 50). Tausende Male lösen die Anlagen jedes Jahr aus, tatsächliche Anzeigen werden aber nur geschrieben, wenn Auto und Fahrer zuzuordnen sind. Im Jahr 2017 waren das 3709 Anzeigen für Geblitzte in Heidhorst, 3261 Anzeigen für Temposünder am Heckkatenweg.

2018 bekamen nun deutlich mehr Autofahrer Post: Mit 5172 Anzeigen für Heidhorst und 4827 für den Heckkatenweg liegen die Zahlen deutlich über denen der Vorjahre. Das schlägt sich auch in den Einnahmen aus den Verwarn- und Bußgeldern nieder: 2017 erbrachten beide Anlagen 173.447 Euro. Im vergangenen Jahr waren es stolze 46 Prozent mehr: 253.062 Euro.

Technik ist sehr effizient

Die neuen Anlagen sind auch durch ihre Technik effizient. Sie funktionieren nicht wie die alten Anlagen durch störungsanfällige Kontaktschleifen im Boden. Vielmehr werfen die Säulen eine Art Laserteppich auf die Fahrbahn, erfassen so auch Autos, die parallel oder kurz hintereinander fahren. Zudem wird der Tempoverstoß bereits weit vor dem Gerät erfasst – wenn der Blitzer bemerkt wird, ist es oft schon zu spät. Auch sind die Säulen – vor allem dort, wo sie neu sind – eher unauffällig.

Zuständig für die Blitzanlagen ist seit 2017 nicht mehr die Polizei, sondern der Landesbetrieb Verkehr. Auskunft darüber, wie viele Fahrer im Bußgeldbereich (ab 21 km/h zu schnell) und wie viele im Verwarngeldbereich unterwegs waren, gibt es von dort nicht.

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