Bergedorf

Lehrstellenatlas hilft bei Berufswahl

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Tim Schreiber

19. Auflage beschreibt noch mehr Arbeitsfelder – Bald soll eine Internetseite hinzukommen

Bergedorf. . Das Ausbildungsjahr hat gerade erst begonnen, da kümmert sich die Bergedorfer Ausbildungsinitiative schon um die nächste Generation von Azubis. Sie trifft gerade die letzten Vorbereitungen, bevor am Dienstag, 21. August, von 11 bis 16 Uhr im CCB der neue Lehrstellenatlas präsentiert und verteilt wird.

Auf mehr als 100 Seiten finden Schulabgänger und andere Interessenten darin viele Informationen rund um Ausbildungsberufe und Betriebe. „Wir stellen in diesem Jahr noch mehr unterschiedliche Berufsfelder vor“, sagt Initiativen-Sprecher Ernst Heilmann. Dabei ist es ihm wichtig zu beschreiben, dass Berufe im Laufe der Zeit immer im Wandel sind. So ist auf dem Titel des Atlas ein Bauzeichner zu sehen – ein Beruf, der sich im Zuge der Digitalisierung stark verändert hat. „Auch in den Pflegeberufen verändert sich gerade sehr viel, Auszubildende und Fachkräfte werden dringend gesucht“, so Heilmann.

Insgesamt 5000 Exemplare werden vom Lehrstellenatlas gedruckt. Er erscheint in der 19. Auflage, wird durch Sondermittel der Bezirksversammlung, durch die Schulbehörde sowie Anzeigen und Sponsoren finanziert. Wunsch der Macher ist es, dass die Atlas-Inhalte bald auch im Internet verfügbar sind. Mit den Planungen dafür haben sie begonnen, für die Umsetzung hoffen sie aber noch auf zusätzliches Geld.

Mehr als 1000 Exemplare der gedruckten Version werden erfahrungsgemäß gleich beim Auftakt im CCB verteilt. „Viele Lehrer holen einen ganzen Stapel für ihre Klassen“, weiß Peter Puhle, ehemaliger Vize-Schulleiter und Mitbegründer der Initiative. Wer nicht ins CCB kommt, findet das Heft anschließend in der DGB-Geschäftsstelle, bei der Handwerkskammer oder bei der Agentur für Arbeit.

Zur Zielgruppe der Macher gehören nicht nur Schüler, die bald ihren Abschluss machen, sondern auch junge Menschen, die ihr Studium nicht zu Ende bringen. Zwar steigt schon seit Jahren die Zahl der Abiturienten, und auch die Hörsäale werden immer voller, „in den ersten drei Semestern brechen aber auch 30 Prozent ihr Studium wieder ab“, so Puhle. Dass die Uni derzeit so viel beliebter ist als eine Ausbildung, finden die Initiatoren schade. Sie finden, dass eine Lehre eine gute Wahl ist: „Andere Länder schauen neidisch zu uns. Die Ausbildung in den Betrieben und an der Berufsschule steht für hohe Qualität“, sagt Ernst Heilmann.

In Bergedorf mit seinen mehr als 1000 Handwerksbetrieben hat die Ausbildung einen besonderen Stellenwert. „Bergedorf ist auch besonders, weil hier die Akteure so gut zusammenarbeiten. Nur so kann der Lehrstellenatlas jedes Jahr entstehen“, sagt Doris Boxhammer von der Handwerkskammer.

Viele der Akteure aus Wirtschaft und Verbänden präsentieren sich in diesem Jahr außerdem wieder beim Berufsorientierungstag. Mehr als 40 Firmen sind mit kleinen Ständen dabei, wenn es am 5. September um 9 Uhr am Berufsschulzentrum am Ladebeker Furtweg losgeht.

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