Anzeigetafeln in Planung

Parkleitsysteme sollen bald mehr P+R-Häuser anzeigen

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Christina Rückert
Nur auf wenigen Anzeigen wie hier am Frascatiplatz finden sich bereits P+R-Häuser.

Nur auf wenigen Anzeigen wie hier am Frascatiplatz finden sich bereits P+R-Häuser.

Foto: Thomas Voigt / BGZ

Bergedorf. Es bleibt eng auf den P+R-Plätzen am Bergedorfer Bahnhof. Damit auch andere Plätze ausgelastet sind, ist ein Parkleitsystem geplant.

Bergedorf.  Morgens um 8 Uhr geht meist schon nichts mehr im P+R-Parkhaus am Bergedorfer Bahnhof, ebenso wenig auf der angrenzenden Parkpalette. Trotz Gebührenpflicht sind die beiden Häuser (183 und 405 Plätze) dann oft schon komplett mit Fahrzeugen von Pendlern belegt. Doch obwohl die P+R-Betriebsgesellschaft jüngst für alle Hamburger Standorte auch Ausbaumöglichkeiten skizziert hat, bleibt eine Entlastung für die Bergedorfer City ein Zukunftstraum: Aktuell sei in Bergedorf baulich nichts geplant, stellt Heino Vahldieck, kaufmännischer Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschaft, fest. „Primär arbeiten wir in Altona und Eimsbüttel.“ Und auch die geplanten elektronischen Leitsysteme werden nicht so schnell eine Verbesserung bringen: Obwohl für 2018 geplant, stecken sie derzeit noch in der Entwurfsphase.

Auslastungen der P+R-Plätze sehr unterschiedlich

Dass der Bezirk Bergedorf beim Ausbau der P+R-Plätze in der Prioritätenliste nicht ganz oben steht, ist nicht neu. Denn die Auslastungen der Parkhäuser sind zu unterschiedlich, zeigte zuletzt die Antwort auf eine Bürgerschaftsanfrage im Dezember. Demnach liegt die Parkpalette bei 99 Prozent, das Parkhaus bei 88 Prozent – doch die P+R-Plätze am S-Bahnhalt Nettelnburg sind nur zu gut 50 Prozent belegt.

Leitsystem noch überwiegend ohne P+R

Deshalb die elektronischen Leitsysteme: Sie sollen bereits an den Haupteinfallstraßen darauf hinweisen, in welchen P+R-Häusern noch Platz ist. Das funktioniert ähnlich wie die anderen Parkleitsysteme, in denen sich die P+R-Standorte derzeit überwiegend noch nicht wiederfinden. Doch „das Ganze ist ziemlich komplex“, stellt Heino Vahldieck fest. „Denn wir sind da nur ein Player.“

Streit um die Standorte

Etliche Institutionen wollen mitreden, wo die Tafeln wirklich aufgestellt werden könnten – und zudem muss die Technik so funktionieren, dass Pendler schnell erkennen, wo sich die Anfahrt noch lohnt. Heino Vahldieck weiß, dass das Leitsystem ohnehin eher ein Gewinn für Gelegenheitsfahrer ist, „die meisten wissen, dass die Parkpalette und das Haus am Bahnhof voll sind“. Doch es gebe gute Argumente für Leitsysteme, „zum Beispiel das Thema Verkehrsfluss“.

Online-Infosystem noch bis Ende März

Immerhin: Wann die Leitsysteme kommen, mag fraglich sein, „aber das Ob aus unserer Sicht nicht“, stellt Vahldieck klar. Jedoch hätten andere Stellen mitzuentscheiden: Daher könne frühestens in der zweiten Jahreshälfte damit gerechnet werden. Online sollen die Autofahrer die Information über volle P+R-Häuser jedoch schon deutlich früher bekommen können: „Im Internet ist bald ablesbar, wo noch etwas frei ist“, sagt der P+R-Geschäftsführer. Voraussichtlich binnen der nächsten zwei Monate solle eine dynamische Info auf www.pr.hamburg scharf geschaltet werden.

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