„Bergedorf im Wandel“

Verein wünscht sich Lastenräder zum Leihen

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Christina Rückert
Lastenfahrräder wie dieses möchte der Verein anschaffen.

Lastenfahrräder wie dieses möchte der Verein anschaffen.

Foto: Bergedorf im Wandel / BGZ

Bergedorf. Die Räder könnten an der Radstation Bergedorf geliehen und gewartet werden. Doch noch fehlt das Geld.

Bergedorf.  Weg vom großen Konsum, zurück zu mehr Genügsamkeit: Das sind die Ziele, die sich der noch junge Verein „Bergedorf im Wandel“ gesetzt hat. Und die Idee, sich insgesamt wieder mehr auf sein lokales Umfeld und seine Nachbarschaft zu besinnen, bringt allen umweltbewussten Bergedorfern etwas: Nachdem der Verein bereits vergangenes Jahr einen Gemeinschaftsgarten am Schillerufer angelegt hat, sind nun weitere Projekte in Planung. Eines davon: der Kauf mehrerer Lastenfahrräder, die dann über die Radstation am S-Bahnhof Bergedorf ausgeliehen werden könnten.

Zwei Förderanträge sind gestellt

„Ob das klappt, ist zwar noch unklar“, stellt Melanie Sarnow fest, die in dem noch kleinen Verein (20 Mitglieder, etwa zehn Aktive) unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit betreut. Doch zwei Förderanträge sind bereits gestellt, und „mit der Radstation haben wir eine Kooperation vereinbart“, sagt sie. Um die pro Stück mindestens 1000 Euro teuren Räder anschaffen zu können, würden allerdings noch Spenden benötigt (Infos: www.facebook.com/bergedorf imwandel). Die Idee „passt unseres Erachtens sehr gut zu Bergedorf“, meint Melanie Sarnow. „Mit den Rädern können Einkäufe in der Umgebung erledigt oder Ausflüge unternommen werden – in Altona sieht man das recht häufig“, stellt sie fest.

Der Gemeinschaftsgarten soll eine Einladung sein

Etwas Gemeinsames zu schaffen: Das ist dem Verein bereits mit seinem Gemeinschaftsgarten ganz gut gelungen, der 2016 gegenüber dem Bille-Bad angelegt wurde. Das Bezirksamt hatte dafür per Pacht ein Grundstück zur Verfügung gestellt. Auf dem Areal wurde bereits allerhand gepflanzt – zuletzt eine Kräuterspirale. Immer sonntags wird geerntet, und auch interessierte Spaziergänger können sich immer mal etwas abschneiden und probieren. Der Garten soll „eine Einladung sein zu gucken, was es für regionale Lebensmittel gibt“, sagt Melanie Sarnow. Demnächst sollen noch Wildkräuter hinzukommen.

Auch ein Barfußpark ist geplant

Weitere Projekte sind der Bau eines Insektenhotels und eines Barfußparks. „Das planen wir gerade.“ Ein kleines Stück Weg soll mit verschiedenen Materialien gestaltet werden, Details stehen noch nicht fest. Auch hierfür würden etliche Materialien benötigt, wofür der kleine Verein ebenfalls Spenden und vor allem tatkräftige Unterstützung benötigen würde. „Wir merken, dass wir einfach zu wenig Leute sind“, stellt Melanie Sarnow fest. Der Verein würde sich über Zuwachs für die gute Sache sehr freuen. „Denn was wir tun, kommt ja Bergedorf wieder zugute.“

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