Baustellen

Straßensanierung: Hier wird es 2018 für Autos eng

| Lesedauer: 3 Minuten
Christina Rückert
Die Soltaustraße behält ihr Kopfsteinpflaster - wird sonst aber neu gestaltet.

Die Soltaustraße behält ihr Kopfsteinpflaster - wird sonst aber neu gestaltet.

Foto: Thomas Voigt / BGZ

Bergedorf. Diverse Straßen werden saniert oder gleich ganz neu gestaltet. Ein Überblick.

Bergedorf.  Manche Straßen sind Schlaglochpisten, andere in ihren tieferen Schichten marode, wieder andere nicht mehr zeitgemäß: Jedes Jahr nehmen die zuständigen Stellen Geld in die Hand, um Hamburgs Straßen zu sanieren. Dabei gibt es verschiedene Töpfe und Zuständigkeiten. So verfügt der Bezirk über ein eigenes Tiefbauprogramm für Bezirksstraßen, zudem baut der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) mit eigenen Mitteln an Haupt- und Bundesstraßen. Weiteres Geld kommt etwa aus Maßnahmen, die mit dem Wohnungsbau zusammenhängen. Für Autofahrer macht all das wenig Unterschied: Sie müssen nur wissen, wann es wo eng wird.

B5 wird in drei Abschnitten saniert

Die wohl stressigste Sanierung für Pendler wird die Instandsetzung der Bergedorfer Straße: Von Mai 2018 an will der LSBG die B 5 zwischen der Kreuzung Heidhorst/Reinbeker Redder und dem Ruseler Weg (Fußgängerampel kurz hinterm Blitzer) in drei Abschnitten sanieren – eine neue Deckschicht und neue Trummen sind erforderlich. Noch ist unklar, welche Straßensperrungen es geben wird.

Zweite und bereits letzte Maßnahme des LSBG für 2018 im Bezirk Bergedorf ist der Bau einer Einmündung in Moorfleet: Sie soll zu einer Multienergy-Tankstelle an der Andreas-Meyer-Straße führen.

Soltaustraße erhält neue Geh- und Radwege

Die viel diskutierte Umgestaltung der Soltaustraße von der Bleichertwiete bis zum Arnoldistieg ist 2018 die teuerste Sanierung im Tiefbauprogramm des Bezirks. 354 000 Euro fließen in die Grundinstandsetzung. Weiteres Geld für Geh- und Radwege, Fahrradbügel und Bäume kommt aus RISE-Fördermitteln.

Auch die Einmündung Reetwerder in die Alte Holstenstraße wird 2018 neu gestaltet (2. Bauabschnitt Weidenbaumsweg). Kosten: 245 000 Euro.

Im Landgebiet werden wie berichtet vier Projekte über das Tiefbauprogramm finanziert: Knoten Ochsenwerder Landscheidweg und Oortkatenweg, der Knoten Neuengammer Hausdeich/Heinrich-Stubbe-Weg, der Elversweg und der Hein-Kaul-Weg (Arbeitstitel für eine Straße am Warwischer Hinterdeich). Die Kosten insgesamt sind mit 503 000 Euro veranschlagt.

Durchdeich wird komplett instandgesetzt

Der Durchdeich wird 2018/19 mit Mitteln der Wirtschafts- und Verkehrsbehörde zwischen Heinrich-Osterath-Straße und Lauweg grundinstandgesetzt (2 Millionen Euro). Auch Nebenflächen und Entwässerung sollen erneuert werden.

600 000 Euro werden verwendet, um den Brookdeich von Neuer Weg bis Brookkehre neu zu gestalten. Der Bezirk verwendet dazu Geld, das er aus dem Wohnungsbauförderprogramm erhalten hat. Auch hier gibt es zudem RISE-Mittel. Es wird eine Fahrradstraße gebaut, die Verkehrsflächen werden neu gestaltet.

Ein ganzes Maßnahmenbündel am Schleusengraben

2018 beginnt ein Bündel an Maßnahmen, um die Infrastruktur um den Schleusengraben zu verbessern – dort sind Hunderte neue Wohnungen entstanden. Insgesamt sollen 4,7 Millionen Euro zum Wohnungsbauprogramm der Stadtentwicklungsbehörde fließen, so in den Bau eines Geh- und Radweges am Schleusengraben (erster Abschnitt ab März 2018), den Bau einer Fußgängerbrücke über das Gewässer (ab Oktober 2018) sowie in die Umgestaltung des Knotens Sander Damm/Weidenbaumsweg (ab 2019).

Noch Zukunftsmusik ist ein weiteres Großprojekt: Die Neugestaltung der Trasse Sander Damm/Am Beckerkamp/Habermannstraße wird derzeit geplant. Start ist laut LSBG im Frühjahr 2019.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Bergedorf