Altengamme

Lagerhalle brennt: Gasflaschen detonieren bei Löscharbeiten

In dem Gärtnereigebäude befanden sich auch Fahrzeuge und Brennholz. Die Wasserversorgung gestaltete sich schwierig.

Hamburg. Der Großbrand in der Fahrzeughalle einer Gärtnerei in Altengamme hat die Hamburger Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag in Atem gehalten. Fast sieben Stunden lang kämpften 70 Einsatzkräfte gegen die Flammen an. Als um 3.02 Uhr auch die letzten Nachlöscharbeiten beendet waren, war von dem 300 Quadratmeter großen Holzgebäude nicht mehr viel übrig.

Die Löscharbeiten gestalteten sich aus verschiedenen Gründen schwierig. Zum einen hat sich der Brand sehr schnell durch die ganze Halle ausgebreitet, sodass es schon die ersten der inzwischen rund 70 Einsatzkräfte von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr mit einem so genannten Vollbrand zu tun hatten. Das lag auch am Brandgut: Neben drei Pkw, einem Motorrad und einem Traktor, die in der Halle standen, waren dort auch Brennholz und landwirtschaftliche Geräte gelagert – und mehrere Gasflaschen. Diese detonierten laut Feuerwehr-Sprecher Jan-Ole Unger nicht nur vor dem Einsatz, sondern auch noch während der Brandbekämpfung. Eine konnte von den Feuerwehrleuten gekühlt und geborgen werden.

Funkenflug gefährdete ein Reetdachhaus

Zum anderen war da der Wind. Er wehte sehr stark und fachte das Feuer immer aufs Neue an. Mehr noch: Der große Funkenflug wurde zur Gefahr für mehrere Einfamilienhäuser in unmittelbarer Nähe der Halle und für ein reetgedecktes Haus in nur 150 Meter Entfernung. Besonders dieses musste geschützt werden, weswegen Feuerwehrleute dort Brandwache hielten.

Problematisch war zunächst auch die Wasserversorgung. Die Feuerwehr behalf sich schließlich, indem sie sich aus offenen Gewässern bediente. Während des Brandes stürzte die Holzkonstruktion teilweise ein. Ein Radlader des Technischen Hilfswerks kam zum Einsatz, um den brennenden Brandschutt auseinanderzuziehen und löschen zu können.

Feuerwehr konnte drei Hühner retten

Immerhin: Es wurde niemand verletzt. Und drei Hühner konnte die Feuerwehr retten. Der Horster Damm war für die Dauer der Löscharbeiten auf voller Länge gesperrt. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.