Bergedorf

Feuer in Flüchtlingsunterkunft: 31-Jährige festgenommen

Ein Wohngebäude der Unterkunft am Curslacker Neuer Deich brannte komplett aus. Eine Bewohnerin soll das Feuer gelegt haben.

Bergedorf. In der Bergedorfer Folgeunterkunft am Curslacker Neuer Deich ist am Freitagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde ein zweigeschossiges Holzständerhaus in der Flüchtlingsunterkunft durch das Feuer komplett zerstört. Eine Person aus dem Umfeld kam mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Die 16 Bewohner hätten das Gebäude bereits vor Ankunft der Feuerwehr unverletzt verlassen, so ein Sprecher.

Noch während der Löscharbeiten wurde eine 31 Jahre alte Frau festgenommen. Sie steht unter Verdacht, das Feuer gelegt zu haben. Die Verdächtige war selbst in dem Gebäude untergebracht gewesen. Es hatte zuvor Hinweise auf sie gegeben. Außerdem ist die Frau, die als psychisch auffällig gilt, bereits im Zusammenhang mit Brandstiftungen bekannt. Sie soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

Feuer in Nachbarunterkunft bereits im Dezember

Rund 50 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Wehren waren zum Brandzeitpunkt gegen 16 Uhr im Einsatz. Nach etwa eineinhalb Stunden war das Feuer gelöscht. Fördern&Wohnen betreibt die Unterkunft, die 580 Plätze hat. Hier leben viele Zuwandererfamilien aus Afghanistan und dem Irak. Da das Gebäude nach dem Brand unbewohnbar ist, musste für die Bewohner eine Ersatzunterbringung organisiert werden.

Bereits im Dezember hatte es in einer benachbarten Unterkunft am Curslacker Neuer Deich gebrannt. Damals war einer der Wohncontainer in Flammen aufgegangen. Als Ursache stellte sich später ein defekter Heizlüfter heraus.