B5 Heidhorst-Kreuzung

Schwerer Unfall: Warum lief sie nur bei Rot?

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Die Unfallstelle nach dem  Abtransport der lebengefährlich verletzen Fußgängerin. Die 19-Jährige war an der Ampel bei Rot auf die Straße gelaufen und vom roten Kleinwagen (Mitte) erfasst worden. Im Rettungswagen wird die Fahrerin (52) behandelt.

Die Unfallstelle nach dem Abtransport der lebengefährlich verletzen Fußgängerin. Die 19-Jährige war an der Ampel bei Rot auf die Straße gelaufen und vom roten Kleinwagen (Mitte) erfasst worden. Im Rettungswagen wird die Fahrerin (52) behandelt.

Foto: NEWS & ART

Boberg. Bei einem Verkehrsunfall ist eine 19-jährige Fußgängerin auf der B5 lebensgefährlich verletzt worden. Sie lief bei rot auf die Straße.

Dieser Unfall macht betroffen, schockt nicht nur Angehörige und Freunde oder Retter. Er offenbart die Tragik des Schicksals, zeigt die Macht von nur einer Sekunde Unaufmerksamkeit oder einer spontanen Fehlentscheidung.

19-Jährige in Lebensgefahr

Beim Überqueren der Bergedorfer Straße (B5) an der Kreuzung Heidhorst in Boberg ist am Donnerstagmorgen eine junge Frau von einem Auto angefahren worden. Der Unfall ereignete sich in der Hektik des Berufsverkehrs um 7.44 Uhr. Mehrere Fußgänger standen auf der Nordseite der Bundesstraße an der Ampel. Sie warteten, denn die Ampel-Männchen zeigten für die Fußgänger eindeutig Rot.

Sie lief bei roter Ampel über die Straße

Plötzlich – für die Umherstehenden völlig unvermittelt und unverständlich – läuft die 19-jährige los, rennt auf die Fahrbahn. Eine Wentorferin in ihrem roten Kleinwagen kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kracht. Der Daewoo erfasst die junge Frau mit dem vorderen Kotflügel der Beifahrerseite. Die 19-jährige wird durch die Luft geschleudert, landet auf der Kreuzung. Nachfolgende Autos machen eine Vollbremsung, können halten.

Ärzte kämpfen um das Leben der Verletzten

Notarzt- und Rettungswagen rücken an, die Polizei sperrt die Kreuzung. Die Lohbrüggerin kommt mit schweren Kopfverletzungen ins nahe Unfallkrankenhaus Boberg. Es besteht akute Lebensgefahr. Ob die 19-Jährige den Unfall überleben wird? Ob Schäden bleiben? Zum Gesundheitszustand machte die Polizei gestern keine weiteren Angaben.

Autofahrerin war machtlos

Die Autofahrerin trifft keine Schuld. Dennoch brach die 52-Jährige mit einem Schock zusammen, musste auch von Sanitätern behandelt werden.

Warum? Warum lief die 19-Jährige bei Rot? Diese Frage stellten sich die sichtlich betroffenen Zeugen und Ermittler. An der Bushaltestelle gegenüber stand zum Unfallzeitpunkt ein HVV-Bus. War die junge Frau in Eile? Wollte sie den Bus noch vor dessen Abfahrt erreichen? Oder hat sie das Rotlicht und den Querverkehr einfach nicht gesehen?

Der Berufsverkehr staute sich durch die Unfallaufnahme kilometerweit auf der B5 und dem Reinbeker Redder.

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