Hamburg

Sprengstoffalarm in Neuengamme wegen verdächtigen Pakets

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" (Symbolbild)

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" (Symbolbild)

Foto: dpa

Anwohnerin entdeckt bei Wohnungsauflösung mit einer unbekannten Substanz gefüllte Ampullen. Polizei sperrt die Straße weiträumig ab.

Hamburg.  Ein verdächtiges Päckchen hat bei Polizei und Feuerwehr am Sonnabendmorgen einen Großalarm ausgelöst. Nach Angaben eines Polzeisprechers hatte eine Anwohnerin bei einer Wohnungsauflösung am Curslacker Deich in Neuengamme auf dem Dachboden zwischen Sägespännen eine alte Zigarrenschachtel entdeckt.

Darin lagen 20 kleine Glasampullen, die gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt waren. Geistesgegenwärtig alarmierte die 58-Jährige die Polizei, die den Curslacker Deich zunächst weiträumig absperrte. Ermittler vermuteten Sprengstoff in den kleinen Fläschchen.

Die unbekannte Flüssigkeit wurde inzwischen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um technische Reagenzien handelte. Diese chemischen Verbindungen seien brennbar, aber nicht explosiv, so der Polizesprecher. Es läge kein Verstoß gegen die Sprengstoffverordnung vor. Die Flüssigkeiten wurden in ein Depot nach Altengamme transportiert, wo sie gesichert gesprengt werden sollten.

Die Bewohner des Hauses waren erst kürzlich verstorben. Eine Nachbarin war nun dabei, den Dachboden aufzuräumen.