Gymnasium in Bergedorf

Chemie-Raum abgebrannt: Lehrer will Strafe nicht zahlen

Feuer in Chemie-Raum: Lehrer will Strafe nicht zahlen

Feuer in Chemie-Raum: Lehrer will Strafe nicht zahlen

Foto: Picture alliance, dpa

Er legte den Gebäude-Teil in Schutt und Asche, weil er ein Experiment nicht richtig entsorgte. Nun wehrt er sich gegen die Geldstrafe.

Bergedorf. Er wollte den Schülern zeigen, wie man Cent-Stücke in glänzende Silbermünzen verwandelt, doch dann warf er den Zinkklumpen in einen einfachen Kunststoff-Mülleimer. Mit dem dadurch entstandenen Brand sorgte ein Chemie-Lehrer am Luisen-Gymnasium in Bergedorf für einen Schaden von 67.000 Euro.

Der Fall geht nun laut "Bergedorfer Zeitung" vor Gericht, denn der 46-Jährige will die Strafe von 5000 Euro nicht zahlen. Bei dem Feuer im Chemie-Raum am 19. Dezember 2014 wurde die Chemiesammlung der Schule weitgehend vernichtet. Die Sanierung dauerte Wochen und die Schüler mussten für den Unterricht in andere Fachräume ausweichen.

Brandexperten hatten nach dem Feuer den Raum untersucht und laut Staatsanwaltschaft war es so zu dem Unfall gekommen: Der Mann hatte für das Experiment Zinkpulver und Natronlauge verwendet. Den entstandenen Zinkklumpen habe er zwar mit Säure neutralisiert, aber er entsorgte ihn in einem Kunststoffmülleimer, der Feuer fing. Wegen fahrlässiger Brandstiftung erhielt der Mann einen Strafbefehl über 50 Tagessätze - was bedeutet, dass er nicht vorbestraft wäre und keinen Eintrag ins Führungszeugnis erhält. Der Lehrer will die Strafe aber nicht bezahlen. Am 8. Juli kommt es deshalb zum Prozess am Amtsgericht Bergedorf. (mia)