Betreuer fordern mehr Geld

Neuallermöhe/Hamburg
(rpf)
. 3000 Kita-Erzieher, Pädagogen und Betreuer kamen gestern beim Streikauftakt in der Hamburger City zusammen. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter der Elbe-Werkstätten in Neuallermöhe waren dabei - sie fordern einen deutlichen Gehaltssprung.

Die Elbe-Werkstätten beschäftigen rund 450 Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung (FAB). In Elbe-Ost, zu dem auch der Standort Neuallermöhe gehört, arbeiten 47 von ihnen. "Unsere Forderung ist, dass die sonderpädagogische Zusatzqualifikation zur Grundlage für die Eingruppierung nach Gehaltsstufen wird", sagte Manfred Roolf, Vize- Betriebsratsvorsitzender der Elbe-Werkstätten.

Bislang würden diejenigen, die einen Meistertitel haben, drei Gehaltsstufen höher eingestuft als die Kollegen ohne Meister - und das, obwohl alle FAB gleichgroße Gruppen von zwölf Mitarbeitern mit Behinderungen betreuen. Roolf: "Wer die gleiche Verantwortung hat, soll auch die gleiche Bezahlung bekommen."

Die Kollegen der Elbe-Werkstätten zogen mit den anderen Demonstranten von der Oberstraße, der Geschäftsstelle der Elbkinder-Kitas, zur Sternschanze, wo das zentrale Streiklokal liegt. Betriebsrat Roolf zeigte sich zufrieden - ein Drittel der FAB-Belegschaft war dabei. "Es gab häufig Passanten, die stehen blieben und zustimmend applaudierten", freute er sich.

Der Streik ist unbefristet geplant, endet frühestens am Dienstag. Anfang der Woche demonstrieren die Streikenden in Hammerbrook.