Die Geschichte vom Rathaus

Das Rathaus von Bergedorf war ursprünglich ein 1899 errichtetes Wohnhaus. Das wurde nach seinem Bauherrn, einem Gummi-Kaufmann, die Messtorffsche Villa genannt. Der Architekt war Johann Grotjahn.

Im Jahr 1924 mussten die Besitzer ihr Haus und das Gelände verkaufen, weil es eine Wirtschaftskrise gab. Die Stadt Bergedorf wurde die Eigentümerin, und das Haus wurde unter der Leitung des Stadtbaurates Wilhelm Krüger und dem Architekten Georg Lindner zum Rathaus umgebaut.

In dem Teil des Rathauses, in dem der Bürgermeister sein Büro hat, sieht es so schön aus, weil das früher die Villa war. Hier sind die Böden und Wände aus altem Holz, auf dem Boden liegen schöne Teppiche, in der Mitte steht ein großer Tisch, und in den Ecken stehen Sessel und kleine Tische. Daneben gibt es einen Spiegelsaal mit Kronleuchtern und mit Gold an der Decke, welches aber nicht echt ist.

Es sieht hier also wirklich nicht aus wie ein klassisches Büro. Schließlich ist es als solches auch nicht gedacht gewesen; früher war es das Herrenzimmer der Villa. Herr Dornquast findet, dass er den schönsten Arbeitsplatz aller Bezirksamtsleiter in Hamburg hat.