Jeremiah und Cayla aus Texas

Großwerden in einem anderen Land, ist das nicht schwierig?" Anscheinend nicht für Cayla (13) und Jeremiah (14). Sie kamen vor drei Jahren nach Deutschland, und leben seither hier in Hamburg. Zu Hause sprechen sie Englisch und lernten Deutsch in ein paar Wochen. Obwohl sich Hamburg von Texas stark unterscheidet, konnten sie sich gut einleben. Sie haben manche Traditionen und Feste beibehalten, wie Thanksgiving, welches am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Üblicherweise essen sie Truthahn und spielen dann mit ihrer Gemeinde American Football oder auch Frisbee; so erzählen uns das Jeremiah und Cayla.

Auch die Schulen unterscheiden sich: In Texas hatten sie jeden Tag dieselben Fächer und auch jeden Tag Sport. Da sie täglich bis 15 Uhr Unterricht hatten, war das Essen von besonderer Bedeutung. Dafür gab es eine große Kantine. Ganz im Gegensatz zu unseren Gymnasien, da wir keine Ganztagsschulen sind und auch nicht die finanziellen Mittel dazu haben, eine große Kantine zu besitzen. Die Kantine in Texas ist nach Klassenstufen in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Weil die Schüler zwischen den Stunden keine Pause haben, können sie die einstündige Pause nach dem Mittagessen genießen.

Im Gegensatz zu der Schullaufbahn hier in Deutschland, besteht die amerikanische aus Elementary school, Middle school, High school und danach folgt das College. Dort werden die Schüler nicht in zwei ,,Klassen" geteilt, wie in Deutschland (Gymnasium und Stadtteilschule), sondern lernen alle zusammen.

Obwohl sich Deutschland und die USA voneinander deutlich unterscheiden, finden Jeremiah und Cayla beide Länder schön. Sie sagen: ,,Jedes Land hat seine Vor- und Nachteile."

Von Svetlana Aistermann

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