Frühlingsfeuer und Stroh im Haus

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Die Menschen aus unserer Schule haben verschiedene kulturelle Hintergründe, und obwohl sie in Deutschland geboren sind, fühlen sie sich mit ihrem Heimatland verbunden. Was ihren Alltag besonders macht, sind ihre Sprache, ihr Essen und ihre Feiertage.

"Ich bin froh, dass meine Eltern nach Deutschland ausgewandert sind, denn hier habe ich größere Chancen auf eine bessere Zukunft", sagt die Kurdin Beriwan C. Wären wir bei der 13-Jährigen zum Essen eingeladen, würden wir etwas Scharfes serviert bekommen, zum Beispiel Lahmacun (scharfe, türkische Pizza).

Wären wir bei Daryoush D. (17, Vater aus Persien), gäbe es Gerichte mit Reis, dazu Lammfleisch mit Quitten oder Schälerbsen. Bei Olivia T. (14, Eltern aus Polen) würden wir Bigos bekommen. Das ist gekochtes Weißkraut mit Pilzen, dazu gibt es Gulasch und Brot.

So verschieden die Speisen sind, so auch die Feiertage: Zu Weihnachten tischen polnische Familien ein Gedeck mehr auf, falls ein Fremder mitspeisen möchte. Und es stehen zwölf Speisen bereit. In Montenegro ist es Brauch, im ganzen Haus oder der Wohnung Heu zu verteilen und Süßigkeiten darin zu verstecken.

Zudem gibt es Feiertage, die Deutschland nicht hat. Dazu gehört der Namenstag, der in Polen wie ein zweiter Geburtstag gefeiert wird.

Viele Kurden und Iraner feiern das persische Neujahr am 20./21. März. Es wird ein großes Feuer entzündet und sie feiern das Neujahr und den Frühling. Die Kurden feiern zudem die Freiheit durch den Tod eines damaligen Königs.

Auf die Frage, wie sehr sich ihr Land von Deutschland unterscheidet, gab es viele verschiedene Antworten: Im Iran ist ein Kleidungskodex zu beachten. So dürfen etwa die Männer nicht ohne ein T-Shirt raus, Frauen sollen Kopftücher tragen. Des Weiteren gibt es im Iran für die Geschlechter getrennte Strände.

In Montenegro und Polen ist das Schulsystem anders. In Montenegro wird mit kyrillischen und lateinischen Buchstaben geschrieben.

Von Marie Scharlemann und Anna Dreher

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