ZISCH - Zeitung in der Schule

Mit Funkgeräten und Schutzwesten

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Reporter unterwegs Zu Besuch auf Bergedorfs Polizeiwache

Auf dem Polizeimotorrad habe ich mich so winzig gefühlt", sagt Viertklässlerin Aanchal. "Ein Polizist schaltete sogar den Motor an und gab kurz Gas. Das fühlte sich sehr cool an." "Der Helm ist besonders, weil er innen einen Kopfhörer hat, damit der Polizist beim Fahren Informationen von der Zentrale bekommen kann", stellt Luis fest.

Wir machen mit beim Projekt ZISCH (Zeitung in der Schule) und durften die Polizeistation 43 besuchen und die Polizisten interviewen. Als wir in der Wache angekommen waren, begrüßte uns Frau Schröder. Frau Schröder leitet die Abteilung Prävention und Präsenz PK 3420. Das sind die Polizisten, die als Fuß- und Fahrradstreife unterwegs sind.

Sie organisierte unser Treffen und ging mit uns in den Konferenzraum. Dort standen Teller mit Gummibärchen und Keksen für uns. Das fanden wir toll. Dann kamen noch fünf Polizisten, vier Männer: Herr Ramson, Herr Baumgartner, Herr Schweizer und Herr Schmelzer - und Frau Lück.

Nachdem wir viele Fragen gestellt hatten, machten wir einen Rundgang.

Es gibt in der Polizeistation Zellen, in denen Leute sitzen, die etwas Schlimmes gemacht haben. Später kommen sie in das richtige Gefängnis oder in Untersuchungshaft. "Die Leute bleiben also höchstens 12 Stunden dort", sagte der Polizist Olaf Ramson. Ihn kennen wir, weil er hier in unserer Schule Cop4You ist. Das heißt, wenn es bei uns Probleme gibt, können wir ihn immer anrufen, und er hilft bei bösem Streit.

Erkis fragte: "Sitzen zurzeit Menschen in der Zelle?" Wir erfuhren, dass Menschen dort waren, aber konnten sie nicht sehen. Eine Zelle war frei. Da durften wir sogar hineingehen. Und es wurde abgeschlossen. "Wir waren zu zweit drin. Aber wenn ich alleine drin gewesen wäre, dann hätte ich mich gefühlt, als hätte ich keine Freunde", meint Kava. Wir hätten nicht gedacht, dass es in dem WC für die Zellen keine Spülung gibt. Der Polizist spült von außen. Das ist so, damit keine Beweise vernichtet werden. Falls jemand Drogen in der Tasche hat und sie wegspülen will, geht das nicht.

In dem Raum, in dem die Ausrüstung für die Polizisten liegt, gab es Schlagstöcke aus Holz, Schutzwesten, Helme, Schutzschilder und Knieschoner. Wir durften die Schutzwesten tragen. "Das fühlt sich schwer an, als Kind. Man denkt, dass man gleich in die Knie gehen muss, so schwer ist das", staunte Alexia.

Draußen sahen wir ein echtes Polizeimotorrad und ein Polizeiauto. Wir durften uns in das Polizeiauto hineinsetzen. Die Polizistin erklärten, wie man das Funkgerät einschaltet und dass alle Streifenwagen mit Automatik fahren. Sie zeigte uns den Kofferraum. "Ich hätte nicht gedacht, dass da so viele Sachen sind. Ein Koffer mit Drogentest-Streifen, Hütchen zur Verkehrsabsperrung, ein Absperrband, eine Kelle mit zwei Leuchten, rot und grün. Sie zeigten uns, wie man einstellt, dass auf dem Autodach eine Schrift leuchtet: STOPP, POLIZEI, BITTE FOLGEN", sagte Luis.

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