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Sachsentor: Schmierer muss zahlen

Ulf-Peter Busse

Bergedorf. Das wird teuer: Noch vor Weihnachten erhält der 19-jährige Sprayer Post, den die Polizei im August nachts beim Beschmieren zahlreicher Gebäude am Sachsentor fasste. Mehr als 4000 Euro stellen die betroffenen Grundeigentümer dem Neuallermöher in Rechnung - die Kosten der Fassadenreinigung.

"Schmiererei ist kein Kavaliersdelikt. Das sollen der Täter und gegebenenfalls seine Eltern zu spüren bekommen", sagt Hans-Jürgen Bausewein, Sprecher des Grundeigentümer-Zusammenschlusses BID Sachsentor. Nach seinen Worten summieren sich die Reinigungskosten der Fassaden an Bergedorfs Vorzeige-Einkaufsmeile heute auf 100 000 Euro pro Jahr.

Im Fall des 19-jährigen Neuallermöhers, der geständig ist und neben diesen zivilrechtlichen Forderungen gerade auf seinen Strafprozess wartet, waren mehr als 20 Gebäude betroffen. Alle Eigentümer haben ihre Forderungen nun gebündelt und einem Bergedorfer Anwalt übergeben. "Sollte der Täter nicht zahlen können, erwirken wir einen Schulden-Titel. Irgendwann wird er das Geld schon zusammenhaben", sagt Hans-Jürgen Bausewein.

Dass mit diesem Täter die Schmierereien noch nicht aus dem Sachsentor verbannt sind, weiß auch Bausewein. Gerade erst hat der Grundeigentümerzusammenschluss für 1500 Euro eine erneute Grundreinigung der betroffenen Fassaden an der Einkaufsstraße in Auftrag gegeben. Wieder waren 25 Gebäude beschmiert. "Ab sofort werden wir jeden Gefassten konsequent zur Kasse bitten", kündigt der BID-Sprecher an. Gerade wurde dem privaten Wachdienst im Sachsentor grünes Licht für zusätzliche nächtliche Streifengänge im Sachsentor gegeben.

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