Hightech-Projekt

Riesen Laser-Zentrum für Bergedorf

Bergedorf. Konjunkturprogramme sorgen derzeit bundesweit in Landesministerien, Kreis- und Stadtverwaltungen sowie weiteren öffentlichen Dienststellen für hektische Betriebsamkeit.

In Hamburgs Wirtschaftsbehörde ist derzeit ein Projekt in Vorbereitung, in das 13 Millionen Euro Fördermittel fließen sollen. Läuft alles wie geplant, wird Bergedorf Standort eines lang erhofften Hightech-Projektes, entsteht am Schleusengraben - in Kooperation mit der TU Harburg - das "LaserZentrumNord".

Tatsächlich waren zuerst andere norddeutsche Standorte im Gespräch. Für Bergedorf sprechen jedoch mehrere Faktoren, unter anderem Zeitdruck: Bis 2010/11 muss das Vorhaben weitgehend realisiert, die Fördermillionen abgerufen sein. Viel Zeit bleibt nicht, nach geeigneten Flächen zu fahnden. Da trifft es sich gut, dass Pläne für die Ansiedlung von Hightech-Firmen am Schleusengraben schon weit vorangetrieben sind.

"Im Konjunkturprogramm sind 13 Millionen Euro für ein Laserzentrum vorgesehen", bestätigt Jana Tiemann, Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. "Und gemäß der derzeitigen Planung soll es am Schleusengraben entstehen."

Dafür setzt sich Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp ein, verweist auf die Standortvorteile: "Wir können die städtische Fläche in Höhe Lehfeld zur Verfügung stellen. Und es gibt verschiedene Maschinenbaufirmen als potenzielle Partner in unserem Bezirk."

Wer dabei an die Hauni denkt, liegt goldrichtig. Der Weltmarktführer für Zigarettenmaschinen nutzt selbst Laser-Technologie, hat sich hinter den Kulissen für das Projekt eingesetzt. Richard Bauer, Vorstandsvorsitzender der Hauni Maschinenbau AG, hat gemeinsam mit Krupp unter anderem bei der TU Harburg und der Wirtschaftsbehörde für Bergedorf geworben. "Wir werden zwar nicht Teilhaber des Laserzentrums sein, wollen aber Partner und Kunde werden", betont Bauer. Am "LaserZentrumNord" sollen die Technologien praktisch erprobt werden, die an der TU Harburg entwickelt werden. "Wenn sie funktionieren, übernehmen wir sie für die Produktion", sagt Bauer. Er ist überzeugt, dass ein solcher "Technologie-Leuchtturm" für den Schleusengraben zur Initialzündung werden kann. "Lasertechnologie bietet viel Potenzial."