Hamburg (dpa/lno). Der frühere HSV-Vorstandsvorsitzende kann die Freistellung von Tim Walter beim Hamburger SV nachvollziehen. In der richtigen Zusammenstellung traut er den Hamburgern in dieser Saison noch einiges zu.

Der frühere Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hat den von Fußball-Zweitligist Hamburger SV freigestellten Trainer Tim Walter für sein Verhalten am Spielfeldrand kritisiert. „Die Besonderheit, die Blicke dort auf sich zu ziehen und sich so in den Mittelpunkt zu stellen, ist nicht immer zielführend gewesen“, sagte er dem Bezahlsender Sky. „Ich wünsche mir am Spielfeldrand noch weitaus mehr Konzentration auf das, was auf dem Platz, als das, was um den Platz herum geschieht.“

Bruchhagen war von Dezember 2016 bis März 2018 als Vorstandsvorsitzender des HSV tätig. Der 75-Jährige befürwortete die Freistellung von Walter. „Jonas Boldt wollte eigentlich Kontinuität zeigen - eine sehr, sehr gute Idee, und das hat auch dem HSV gutgetan“, sagte Bruchhagen. „Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man anerkennen muss, dass es nicht funktioniert hat.“

Der HSV hatte am Montag die Trennung von Trainer Walter verkündet. Nach 21 Spieltagen steht der HSV auf dem dritten Tabellenplatz. Von der sportlichen Qualität der Hanseaten ist Bruchhagen weiter angetan: „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass, wenn die Komposition stimmt, wenn die Zusammenstellung stimmt, der HSV sogar noch oberhalb von St. Pauli anzusiedeln ist.“